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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vertrag per Handschlag?



nelly
16.05.2004, 19:00
Hallo Leute,

hab hier einen interessanten Fall, der sich tatsächlich so abspielt...wer kann helfen! :help:



3 Herren, wir nennen sie Berti, Hans, und Franz, schlossen vor ca. 30 Jahren eine mündliche Vereinbarung -im Beisein des Zeugen Hans - per Handschlag und tauschten Ackergründe gegenseitig aus, wobei Berti dem Franz sogar eine Aufzahlung machte.
Schriftliches gibt es nicht und bis dato erfolgte keine Eintragung in das Grundbuch.
Die Tochter des Berti baute im Jahre 1992 ein Haus auf dem Grundstück, das ihr Vater Berti vor 30 Jahren mit Franz getauscht hatte. 1992 erfolgte nur für jenen Teil eine Eintragung im Grundbuch auf dem das Haus steht...der andere freie Teil der zwar mündlich vor 30 Jahren getauscht wurde (mit Zeugen Hans) wurde jedoch nicht gleich miteingetragen.

Nun möchte aber Berti dass auch dieser verbleibende Grund, der mittlerweile zum Baugrund umgewidmet wurde, auch ins Grundbuch eingetragen wird und beruft sich auf seinen Zeugen, der bei dieser mündlichen Vereinbarung anwesend war. Schriftliche Dokumente gibt es nicht.

Franz stimmt aber dieser Grundbucheintragung nicht zu, obwohl es einen Zeugen gibt, und die Äcker von den jeweiligen anderen Besitzer seit 30 Jahre bearbeitet wurden. (d.h. Berti bearbeitet den Grund von Franz und umgekehrt).

Der Acker, den nun Franz bearbeitet, wurde jedoch nicht als Baugrund umgewidmet.

Berti fühlt sich in seinem Recht verletzt und möchte mittels Klage erreichen, dass dieser Tausch grundbürgerlich eingetragen werden muss da es eben einen Zeugen gibt, und weiters seit 30 Jahren einen gegeseitige Bearbeitung der Felder erfolgt.

Wie sieht eurer Meinung nach der Ausgang dieser Klage aus???

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ferrick
16.05.2004, 20:27
ohne irgendwo nachzusehen:
verträge über grundstücke müssen doch schriftlich erfolgen, oder? dann wäre der vertrag doch wegen formfehlers ungültig.

ersitzen ist mm nicht möglich, da ja der jeweils andere im GB steht.

also ich denke, daß der klage nicht stattgegeben wird.

aber wie gesagt, das ganze ist aus dem stehgreif gelöst und meine DP ist schon fast ein jahr her.

andrea79
16.05.2004, 20:43
ohne irgendwo nachzusehen:
verträge über grundstücke müssen doch schriftlich erfolgen, oder? dann wäre der vertrag doch wegen formfehlers ungültig.


Bin ja auch kein Experte, aber man braucht doch Titel und Modus.
Titel = der Tauschvertrag, ein Vertrag kann ja auch muendlich erfolgen
Modus = Uebergabe und die erfolgt bei Liegenschaften durch Eintragung ins Grundbuch.

Ersitzung nach 30 Jahren, da ja - wie ich das verstanden hab - jeder das jeweils andere Grundstueck seit 30 Jahren bearbeitet und der ander keine Einwaende hat, muesste eine Ersitzung doch moeglich sein, oder?

Aber wie gesagt, so hab ich das in WPR verstanden ;)