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Thema: Steuererklärung

  1. #1
    a_s_c_a_r
    Guest

    Steuererklärung

    Hallo! Hab nicht genau gewusst wohin mit dem Thema. Hätte ein paar Fragen zur Steuererklärung, hoffe mir kann vl. jemand helfen.

    - Habe daheim noch Formulare vom Jahr 2005 und 2006 liegen. Kann ich diese noch für das Jahr 2005 und 2006 ausfüllen und abgeben?

    - Meine Eltern haben bereits ihre Steuererklärung dieses Jahr (so gut sie es irgendwie konnten) abgegeben. Da ich als Student bei meinen Eltern lebe, diese Kinderbeihilfe beziehen und ich als Teilzeitkraft neben dem Studium tätig bin frage ich mich, darf ich auch eine Steuerklärung abgeben und wenn ja, was alles absetzen? Ich hörte etwas von Studiumbeitrag, Büchern etc.? Da wäre doch auch das Problem mit dem Internet oder meinem Computer und Laptop. Laut Gesetz ist aber nur ein PC pro Haushalt absetzbar, wer hat also das Recht darauf ihn abzusetzen, ich oder meine Eltern?

    - Besteht die Möglichkeit erhaltenes Geld nach einer Steuererklärung dann wieder retour zahlen zu müssen? Hab keine Lust mich über das Geld zu freuen und dann ... :-)

    Fragen über Fragen :-) Recht herzlichen Dank für jede Antwort!

  2. #2
    Avatar von MrFlow
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    Zuerst die grundlegende Frage: Verdienst du als Teilzeitkraft mehr als 10.000€ pro Jahr?

  3. #3
    Avatar von Voom:Voom
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    Zitat Zitat von MrFlow Beitrag anzeigen
    Zuerst die grundlegende Frage: Verdienst du als Teilzeitkraft mehr als 10.000€ pro Jahr?
    ... entweder hab ichs bisher noch ned gecheckt oder ich lieg jetzt vollkommen daneben, aber es kommt nicht auf diesen Geldbetrag an, sondern vielmehr darauf, in welchem Beschäftigungsverhältnis man tätig ist/war.

    Es macht für die Arbeitnehmerveranlagung einen erheblichen Unterschied aus, ob man geringfügig beschäftigt war und nur Unfallversicherungsbeiträge gezahlt hat (und in dem Fall wahrscheinlich nix bekommt) oder eben z. B. Teilzeitangestellte/r mit all den damit in Verbindung stehenden gesetzlichen Abgaben. - einige Teilzeitangestellte verdienen sicher keine 10000 - Euro im Jahr.

    ... und wenn ich mich ganz dunkel zurück erinnere habe ich während meiner Schulzeit immer wieder mal über die Sommermonate gearbeitet und niemals irgendeine Freibetragsgrenze erreicht, aber trotzdem einen Lohnsteuerausgleich vorgenommen und ein paar hundert Schilling hab ich damals immer zurück bekommen.

    @ a_s_c_a_r:
    ich würde mich an deiner Stelle direkt an das zuständige Finanzamt oder an die Arbeiterkammer wenden, denn die können dir sicher deine Fragen verbindlich und zuverlässig beantworten.

  4. #4
    Avatar von Dabu
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    - Habe daheim noch Formulare vom Jahr 2005 und 2006 liegen. Kann ich diese noch für das Jahr 2005 und 2006 ausfüllen und abgeben?

    Ja, die Arbeitsnehmerveranlagung kannst du für 5 Jahre rückwirkend abgeben.

    - Meine Eltern haben bereits ihre Steuererklärung dieses Jahr (so gut sie es irgendwie konnten) abgegeben. Da ich als Student bei meinen Eltern lebe, diese Kinderbeihilfe beziehen und ich als Teilzeitkraft neben dem Studium tätig bin frage ich mich, darf ich auch eine Steuerklärung abgeben und wenn ja, was alles absetzen? Ich hörte etwas von Studiumbeitrag, Büchern etc.? Da wäre doch auch das Problem mit dem Internet oder meinem Computer und Laptop. Laut Gesetz ist aber nur ein PC pro Haushalt absetzbar, wer hat also das Recht darauf ihn abzusetzen, ich oder meine Eltern?

    Klar kannst du selbst eine Steuererklärung abgeben. Nur kannst du erst was absetzen, wenn du auch Lohnsteuer bezahlt hast. Lohnsteuerpflichtig bist du ab einem Jahreseinkommen von über € 10.000,00. Das wird bei dir wahrscheinlich nicht der Fall sein. Mach aber trotzdem eine Arbeitnehmerveranlagung, denn auch wenn du keine Lohnsteuer bezahlt hast, bekommst du pro Jahr ca € 110,00 an Negativsteuer.

    - Besteht die Möglichkeit erhaltenes Geld nach einer Steuererklärung dann wieder retour zahlen zu müssen?

    Die Angaben zur Arbeitnehmerveranlagung werden stichprobenweise überprüft. Wenn du ausgewählt wirst, dann musst du Belege schicken und wenn sich dann herausstellt, dass du falsche Angaben gemacht hast, dann musst du natürlich was zurückzahlen. Wenn alles passt, dann nicht.

    LG

    D

  5. #5
    Avatar von MrFlow
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    Zitat Zitat von Voom:Voom Beitrag anzeigen
    ... entweder hab ichs bisher noch ned gecheckt oder ich lieg jetzt vollkommen daneben, aber es kommt nicht auf diesen Geldbetrag an, sondern vielmehr darauf, in welchem Beschäftigungsverhältnis man tätig ist/war.

    Es macht für die Arbeitnehmerveranlagung einen erheblichen Unterschied aus, ob man geringfügig beschäftigt war und nur Unfallversicherungsbeiträge gezahlt hat (und in dem Fall wahrscheinlich nix bekommt) oder eben z. B. Teilzeitangestellte/r mit all den damit in Verbindung stehenden gesetzlichen Abgaben. - einige Teilzeitangestellte verdienen sicher keine 10000 - Euro im Jahr.
    Ja, natürlich macht es einen Unterschied, ob man die Lohnsteuer monatlich zahlt oder nicht. Entweder man macht dann eine Arbeitnehmerveranlagung oder nicht. Aber da ja Einkommen bis 10.000 € steuerfrei sind, ist die Frage mit den Abschreibungen erst relevant, wenn die Grenze überschritten wird. Wenn man weniger verdient, füllt man einfach Seite 1 von dem Formular aus und lässt den Rest weg.

  6. #6
    Avatar von Voom:Voom
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    Zitat Zitat von MrFlow Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich macht es einen Unterschied, ob man die Lohnsteuer monatlich zahlt oder nicht. Entweder man macht dann eine Arbeitnehmerveranlagung oder nicht. Aber da ja Einkommen bis 10.000 € steuerfrei sind, ist die Frage mit den Abschreibungen erst relevant, wenn die Grenze überschritten wird. Wenn man weniger verdient, füllt man einfach Seite 1 von dem Formular aus und lässt den Rest weg.
    ja klar, hab bei "a_s_c_a_r" nur die ersten zwei Absätze gelesen und dann überlesen, dass er/sie etwas Absetzen möchte und bei deinem mit den 10000,- Euro weiter gelesen...

    nächstes mal les ich vielleicht auch den Hauptbeitrag genauer!

  7. #7

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    Man muss bei einer Arbeitnehmerveranlagung nie etwas zurückzahlen!
    Falls dieser Bescheid kommt, einfach Antrag zurückziehen!

    (die AK gibt dazu ganz gute Tips!)

  8. #8
    Avatar von MrFlow
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    Zitat Zitat von Martina1977 Beitrag anzeigen
    Man muss bei einer Arbeitnehmerveranlagung nie etwas zurückzahlen!
    Die BAO sagt dazu:

    § 207.
    (4) Das Recht, den Ersatz zu Unrecht geleisteter oder die Rückzahlung zu Unrecht bezogener Beihilfen zu fordern, sowie das Recht auf Rückforderung zu Unrecht zuerkannter Erstattungen, Vergütungen oder Abgeltungen von Abgaben verjährt in fünf Jahren.

    § 304.
    Nach Eintritt der Verjährung ist eine Wiederaufnahme des Verfahrens ausgeschlossen, sofern ihr nicht ein
    a) innerhalb des Zeitraumes, bis zu dessen Ablauf die Wiederaufnahme von Amts wegen unter der Annahme einer Verjährungsfrist (§§ 207 bis 209 Abs. 2) von sieben Jahren zulässig wäre, oder

    ...



    Wenn zB das Finanzamt nach der Arbeitnehmerveranlagung erfährt, dass du noch irgendwelche anderen Bezüge erhalten hast, kann eine Rückforderung ins Haus flattern. Und dass man dann einfach den Antrag zurückziehen kann, kann ich mir erstens nicht vorstellen und zweitens würde das kontraproduktiov sein, weil man dannn keine Abschreibungen geltend machen kann, also mehr Steuern bezahlt.

  9. #9
    a_s_c_a_r
    Guest
    wow das geht hier schnell mit den antworten :-) respekt!
    also ich verdien als teilzeitkraft "genug" um noch kinderbeihilfe zu bekommen d.h. ca 550€ netto im Monat abzüglich SV lfd.
    somit keine lohnsteuer wenn ich das richtig seh.

    zusammengefasst: 1. seite ausfüllen und den rest vergessen, nicht unbedingt was ich hören wollte aber trotzdem danke ;-)

    zu meinem PC: habe ihn vor 2 jahren gekauft, können meine eltern den dieses jahr absetzen obwohl er damals beim kauf nicht abgesetzt wurde und wenn ja wie (kaufsumme dividiert durch 5 oder?)
    Geändert von a_s_c_a_r (14.02.2008 um 18:51 Uhr)

  10. #10
    Avatar von MrFlow
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    Zitat Zitat von a_s_c_a_r Beitrag anzeigen
    also ich verdien als teilzeitkraft "genug" um noch kinderbeihilfe zu bekommen d.h. ca 550€ netto im Monat abzüglich SV lfd.
    somit keine lohnsteuer wenn ich das richtig seh.
    zusammengefasst: 1. seite ausfüllen und den rest vergessen, nicht unbedingt was ich hören wollte aber trotzdem danke ;-)
    Warum nicht, was du hören willst?
    Wenn du ohnehin keine Lohnsteuer bezahlst und unter 10.000/Jahr bleibst, füllst du die erste Seite aus und bekommst 110€ Negativsteuer zurück. Was willst du mehr? Du kannst noch abschreiben was du willst, mehr zurückbekommen als du bezahlt hast (abgesehen von den 110) wirst du ohnehin niemals.


    Zitat Zitat von a_s_c_a_r Beitrag anzeigen
    zu meinem PC: habe ihn vor 2 jahren gekauft, können meine eltern den dieses jahr absetzen obwohl er damals beim kauf nicht abgesetzt wurde und wenn ja wie (kaufsumme dividiert durch 5 oder?)
    Der PC und das Studium sind aber nur absetzbar, wenn es in einem Zusammenhang mit deinem Beruf steht. Also, bist du Teilzeitkraft beim McDonalds, wirst du dir PC und Studiengebühren brav selber zahlen müssen.
    Abschreiben "können" wirst du den PC auch später noch, aber bei einer Überprüfung deiner Arbeitnehmerveranlagung (d.h. Belege einschicken) wirds dann düster aussehen.

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