oeh wu

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Thema: Doktorat Wien, Linz oder Innsbruck?

  1. #1

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    Doktorat Wien, Linz oder Innsbruck?

    Schönen guten Tag,

    nach Studium und mehrjähriger Berufstätigkeit stehe ich nun vor der Überlegung meinen alten Traum von den begehrten zwei Buchstaben zu verwirklichen und das ganze mit einem kompletten Tapetenwechsel (neue Stadt, neue Leute, neuer Job etc.) zu verbinden. Mein Thema bewegt sich im Bereich Produktion/Logistik.

    In die enge Wahl für ein Doktoratsstudium kommen für mich die Städte Wien, Linz und Innsbruck. Natürlich kann mir da keiner eine absolute Empfehlung geben, aber vielleicht gibt’s ja Studienortwechsler mit Erfahrung oder auch Leute, die vor ähnlichen Überlegungen stehen und diesen Thread hier über Google finden.

    Im folgenden mal einige Vor- und Nachteile (bei denen ich mich gerne verbessern lasse :-))

    Stichwort Stadt:
    Wien: Weltstadt, unbestrittenes Zentrum der Macht und alle damit verbundenen Möglichkeiten
    Linz, Innsbruck: kleiner, dafür kürzere Wege, überschaubarer, einfacherer Kontakt zu Mitstudierenden und zufälliges „Über den Weg laufen“.

    Stichwort Studium:
    Wien: International bester Ruf, mehr Auswahl an Betreuern im Themengebiet, größte Bib (Bücher, Journals, Datenbanken etc.), aber evtl. sehr überlaufen was es wiederum schwierig macht einen Betreuer zu finden
    Innsbruck: Sehr international ausgerichtet (zumindest wird das propagiert), Möglichkeit eines Phd-Abschlusses, was vielleicht bessere Möglichkeiten mit sich bringt, später im Ausland zu arbeiten/eingesetzt zu werden, auch in Hinblick an einer wissenschaftlichen Karriere.
    Linz: keine klaren Vor- und Nachteile

    Stichwort Job/Praxisbezug:
    Wichtig für mich, da ich neben dem Studium zumindest Teilzeit arbeiten will/muss und unter Umständen bietet sich auch eine Zusammenarbeit mit einem Industrieunternehmen (wie gesagt Themenbreich Logistik/Produktion) für die Doktorarbeit an.
    Wien: wenig Industrie, dafür viele andere Jobmöglichkeiten
    Linz: große Industrieunternehmen (BMW, MAN etc.)
    Innsbruck: mir direkt kein Unternehmen bekannt

    Evtl. könnte mir auch jemand etwas über den Schwierigkeitsgrad berichten. Ich will zwar nichts geschenkt aber eben auch an keinen Prof. geraten, der fünf Veröffentlichungen im Harvard Business Review erwartet. Nach drei Jahren ohne Abschluss abzugehen birgt schon ein gewisses Risiko.

    Jetzt höre ich erstmal auf, da ohnehin schon zuviel Text :-)
    Vielleicht steht ja jemand vor ähnlichen Überlegungen und es ergibt sich eine interessante Diskussion.
    Danke für die Geduld und schöne Grüße
    Geändert von josa777 (27.11.2009 um 10:45 Uhr)

  2. #2
    ÖH WU Avatar von rob
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    Zitat Zitat von josa777 Beitrag anzeigen
    Schönen guten Tag,

    nach Studium und mehrjähriger Berufstätigkeit stehe ich nun vor der Überlegung meinen alten Traum von den begehrten zwei Buchstaben zu verwirklichen und das ganze mit einem kompletten Tapetenwechsel (neue Stadt, neue Leute, neuer Job etc.) zu verbinden. Mein Thema bewegt sich im Bereich Produktion/Logistik.

    In die enge Wahl für ein Doktoratsstudium kommen für mich die Städte Wien, Linz und Innsbruck. Natürlich kann mir da keiner eine absolute Empfehlung geben, aber vielleicht gibt’s ja Studienortwechsler mit Erfahrung oder auch Leute, die vor ähnlichen Überlegungen stehen und diesen Thread hier über Google finden.

    Im folgenden mal einige Vor- und Nachteile (bei denen ich mich gerne verbessern lasse :-))

    Stichwort Stadt:
    Wien: Weltstadt, unbestrittenes Zentrum der Macht und alle damit verbundenen Möglichkeiten
    Linz, Innsbruck: kleiner, dafür kürzere Wege, überschaubarer, einfacherer Kontakt zu Mitstudierenden und zufälliges „Über den Weg laufen“.

    Stichwort Studium:
    Wien: International bester Ruf, mehr Auswahl an Betreuern im Themengebiet, größte Bib (Bücher, Journals, Datenbanken etc.), aber evtl. sehr überlaufen was es wiederum schwierig macht einen Betreuer zu finden
    Innsbruck: Sehr international ausgerichtet (zumindest wird das propagiert), Möglichkeit eines Phd-Abschlusses, was vielleicht bessere Möglichkeiten mit sich bringt, später im Ausland zu arbeiten/eingesetzt zu werden, auch in Hinblick an einer wissenschaftlichen Karriere.
    Linz: keine klaren Vor- und Nachteile

    Stichwort Job/Praxisbezug:
    Wichtig für mich, da ich neben dem Studium zumindest Teilzeit arbeiten will/muss und unter Umständen bietet sich auch eine Zusammenarbeit mit einem Industrieunternehmen (wie gesagt Themenbreich Logistik/Produktion) für die Doktorarbeit an.
    Wien: wenig Industrie, dafür viele andere Jobmöglichkeiten
    Linz: große Industrieunternehmen (BMW, MAN etc.)
    Innsbruck: mir direkt kein Unternehmen bekannt

    Evtl. könnte mir auch jemand etwas über den Schwierigkeitsgrad berichten. Ich will zwar nichts geschenkt aber eben auch an keinen Prof. geraten, der fünf Veröffentlichungen im Harvard Business Review erwartet. Nach drei Jahren ohne Abschluss abzugehen birgt schon ein gewisses Risiko.

    Jetzt höre ich erstmal auf, da ohnehin schon zuviel Text :-)
    Vielleicht steht ja jemand vor ähnlichen Überlegungen und es ergibt sich eine interessante Diskussion.
    Danke für die Geduld und schöne Grüße

    Nur kurz: generell fehlt in deiner Überlegung die Chance auch einen Betreuer zu finden. Schau einmal welcher Prof dich inhaltlich interessieren könnte und ob du dort auch eine Chance auf ein vernünftiges Betreuungsverhältnis hast. Dann solltest du dich erst für den Studienort entscheiden. UND: in deiner Liste fehlt Klagenfurt - und Graz sowieso. Insbesondere wenn du dir die Studienpläne anschaust ...

    lg,
    rob

  3. #3

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    172

    Alternativen: Auslandsstudien / MBA

    Was ich aus deinem Beitrag gelesen habe, möchtest du ja eine INTERNATIONALE Karriere machen, oder? Da wäre ein AUSLANDSstudium ja genau das richtige für dich! Ob nun ein Master oder ein PhD, wenn du den im Ausland machst und das noch an einer renommierten Uni, ist das sicher mit Abstand der beste Karrierebooster.

    Falls du Karriere nicht an der Uni sondern in der Privatwirtschaft machen willst, würde ich dir statt dem Dr. einen MBA empfehlen. MBA-Programme kosten zwar, aber dafür
    .) sind sie ideal für Praktiker
    .) kann man sie auch berufsbegleitend machen
    .) ist die Dauer kürzer (zum Teil dauern die Programme nur 18 Monate)
    .) wird ein MBA in der Privatwirtschaft (anders als ein Dr. in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften) auch honoriert, mit Beförderung ung mehr Gehalt.

  4. #4

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    3

    Danke für die Antworten!

    Ausland ist immer eine Überlegung wert. Ist aber alles eine Kosten- und Zulassungsfrage. Ebenso wäre ein MBA natürlich reizvoll, aber auch hier nicht geschenkt und oft nur mit zig Empfehlungsschreiben etc. zu bekommen. Abgesehen davon wurde mir früher mal nahegelegt, dass man schon sehr gute Gründe haben muss, um als BWLer noch einen MBA zu machen. Wäre eher was für Ing. um betriebswirtschaftliche Kenntnisse zu erlangen um im Mangement aufzusteigen.

    Zudem ist natürlich das gute alte "Hr. Doktor...." auch was schönes :-).
    Ausufernde Karrierepläne sind nicht meine Motivation, ich sehe das eher auch als eine persönliche Fortbildung.

    Klagenfurt und Graz wurden auch bereits gescannt und steht auch zur Disposition, insbesondere der Automobilstandort Graz.

    Betreuungssituation ist natürlich eine Hauptfrage. Konkrete Beziehungen habe ich keine.
    Daher dachte ich auch, dass es an einer kleineren Uni evtl. einfacher wäre, als in Wien (trotz höherer Professorenzahl).
    Zwecks der Betreuungsverhältnisse hätte ich gehofft hier ein paar Hinweise zu bekommen (nur öberflächlich, ohne Professoren direkt anzugreifen)

    Wird wohl auf Innsbruck rauslaufen.

    Geändert von josa777 (02.01.2010 um 22:06 Uhr) Grund: ergänzung

  5. #5

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    2
    Hi Josa777,

    Ich bin Masterstudent eines betriebswirtschaftlichen Studiengangs in Innsbruck und schätze die intensive Betreuungssituation bei uns sehr - sind z.T. nur 10 Studenten in den Kursen. Werde wohl im nächsten Jahr das PhD-programme beginnen, sollte sich die Betreuung im PhD-Programme so fortsetzen wie ich von einigen bereits gehört hab.
    Allerdings ist ein PhD-Studium kein Zuckerschlecken bei uns. Arbeiten ist nur in sehr eingeschränktem Ausmaß möglich, da dies ein sog. "Vollzeitstudium" ist. Ein PhD-Studium ist auch nur ratsam bzw. sinnvoll, wenn man seine Karriere in Richtung Research bzw. Forschung lenken will. Nur um seinem Namen 2 bzw. 3 Buchstaben anzuhängen, ist der Mega-Aufwand, den ein PhD-Studium mit sich bringt, nicht sinnvoll. Wir haben bereits im Masterstudium ein Mega Workload, das schwer zu bewältigen ist - auch aufgrund der intensiven Betreuungssituation, die natürlich von jedem Studenten abverlangt, jedesmal top vorbereitet zu sein, Literatur gelesen + verstanden zu haben!!! Und das sind pro Woche schon mal an die 8-10 Paper pro Kurs auf höchstem akademischen Niveau und natürlich alles in Englisch... Bücher nicht eingerechnet und auch nicht Literatur für Projekte.
    Im PhD sei es wohl so, lt. einem unserer Profs, dass die Literatur ins unermessliche geht... wer sich gern durch die akademisch literarische Landschaft quält und das ist wirklich quälen, der soll das machen. Ebenso qualvoll sei sich durch alle möglichen Forschungsmethoden und Designs zu arbeiten... man sollte sich also ziemlich gut überlegen, ob man das will oder nicht.
    Gleich am Anfang des PhD-Programms muss man eh in ein Seminar zum Prof. Mühlbacher und der richtet einem "die Wadln schon viachi", denn der checkt sofort, ob mans ernst meint oder nicht. Und wenn du das nicht bestehst, "are you kicked out of the programme", wie er bei uns so schön zu sagen pflegt.
    Also viel Spass in Innsbruck

    lg

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