Hi,
was sagt ihr zu folgendem Vorschlag?
http://patrickseabird.blogspot.com/2...terreichs.html
lg
Hi,
was sagt ihr zu folgendem Vorschlag?
http://patrickseabird.blogspot.com/2...terreichs.html
lg
Als erstes drängt sich die Frage auf: Bist du dieser "Pat"?
Eugen.
Bist du auf Drogen?
Geändert von zagi (23.12.2010 um 17:18 Uhr)
Ein Spendenaufruf für knapp 200 Milliarden EUR ist kein Entschuldungsvorschlag, sondern streng genommen gar nichts. Dir scheint nicht klar zu sein um wieviel Geld es sich hierbei handelt. Zum Vergleich: Die letzte Licht ins Dunkel Spendengala brachte ein neuen Rekordbetrag von 5,7 Mio EUR; das ist ein 35.000stel Bruchteil der benötigten Menge zur Staatsschuldentilgung.
Von der absoluten Undurchführbarkeit diesen läppischen Betrag zusammenzukratzen mal abgesehen würd ich nicht mal einen Cent hierfür spenden. Ich spende dem Staat bereits genug im Jahr; und zwar in Form der Einkommenssteuer, Sozialversicherung und der Mehrwertsteuer... das ist wohl mehr als genug.
Im übrigen: Wären die Staatsschulden heute bei 0,00 eur, dann hätten wir aufgrund der Dummheit der Politiker bzw. der Menschen die sie wählen in ein paar Jahrzehnten das gleiche Problem wieder.
Mag schon sein, das der Betrag hoch ist. Allerdings wäre jede Reduktion der Zinsenlast eine Hilfe.
Ich sage ja nicht, das man alles zusammenkratzen müsste. Ein Teil würde reichen. Andere würden vielleicht spenden, ich zum Beispiel.Von der absoluten Undurchführbarkeit diesen läppischen Betrag zusammenzukratzen mal abgesehen würd ich nicht mal einen Cent hierfür spenden. Ich spende dem Staat bereits genug im Jahr; und zwar in Form der Einkommenssteuer, Sozialversicherung und der Mehrwertsteuer... das ist wohl mehr als genug.
[/quote]Im übrigen: Wären die Staatsschulden heute bei 0,00 eur, dann hätten wir aufgrund der Dummheit der Politiker bzw. der Menschen die sie wählen in ein paar Jahrzehnten das gleiche Problem wieder.
Das wäre zu testen. Eventuell durch Investition in Bildung nicht.
Habe mittlerweile einen zweiten, eleganteren Vorschlag gebracht:
http://patrickseabird.blogspot.com/2...schuldung.html
Anregungen? Konstruktive Kritik? Bessere Vorschläge?
Die Eurozone hat rund 7000 Milliarden Schulden. Nachdem die EZB dieses Geld selbstverständlich nicht hat, müsste sie das Geld refinanzieren. Da sie das Geld zudem gratis verleihen soll, bleibt nur die Möglichkeit übrig, die Notenpresse anzuwerfen und Geld zu drucken... das Ergebnis wäre eine Hyperinflation, der EUR würde dem Bach runtergehen.
Das ist einfachste VWL. Es ist ja schön, dass du dir Gedanken um die Entschuldung Österreichs machst, aber wenn MICH etwas interessiert, dann lese ich mich in ein Thema auch ein. Wenn du dich jemals auch nur 5 Minuten mit der Funktionsweise eines Währungssystems beschäftigt hättest, würdest du solch Kindergartenideen gar nicht erst posten.
@ zagi: Was ich aber noch nie so ganz verstanden habe ist, dass das Geld ja eh schon im Währungssystem ist halt in Form von Buchgeld, was also die EZB mit der Notenpresse machen würde wäre nur den Bargeldstand dem Buchgeld anzupassen.
Niemand HAT Geld in dem Sinn, weil Geld nur durch eine Schuld entsteht. Das bedeutet, dass die Zinszahlungen auf die Schulden auch aus Krediten kommen. Jegliches Geld kommt in unserem Geldsystem durch einen Kredit in Umlauf, deshalb muss die "Geldmenge" sowieso ansteigen, um den exponentiell anwachsenden Zinszahlungen nachzukommen.
Und das mit dem Refinanzieren müsstest du mir erklären, bitte!
Vielleicht komme ich auch zu dieser Lösung, WEIL ich mich in das Thema schon eingelesen habe? Den Rest kommentiere ich lieber nicht.
Aber dein Vorschlag interessiert mich ebenfalls. Wie lautet er?
Die EZB kann sich das Geld nicht einfach so aus dem Hut ziehen.
Oder? Wenn ja, wie? Dann will ich das auch machen.
Du hast dich vielleicht mit der Problematik einer steigenden Staatsverschuldung befasst, aber nicht mit den Grundprinzipien der Volkswirtschaftslehre, ansonsten würdest du nicht mit derartigen Vorschlägen aufwarten.
Zunächst hängt es mal von der Gelddefinition ab, in wie weit man zum Geldschöpfungsprozess auch das von den Zentralbanken geschaffene Papiergeld hinzuzählt oder nicht. Aber gut; die Geldschöpfung funktioniert hauptsächlich über Kredite, da geb ich dir recht; das ist nicht gerade neu.Niemand HAT Geld in dem Sinn, weil Geld nur durch eine Schuld entsteht. Das bedeutet, dass die Zinszahlungen auf die Schulden auch aus Krediten kommen. Jegliches Geld kommt in unserem Geldsystem durch einen Kredit in Umlauf, deshalb muss die "Geldmenge" sowieso ansteigen, um den exponentiell anwachsenden Zinszahlungen nachzukommen.
Und das mit dem Refinanzieren müsstest du mir erklären, bitte!
Ansonsten steig ich aber aus worauf du hinauswillst. Die Geldmenge ist selbstverständlich nicht konstant, sondern wird von den Zentralbanken mit dem Ziel gesteuert die Preisstabilität zu wahren (die EZB definiert diese mit max. 3% Inflation). Das heißt je nach Wirtschaftslage setzt die Zentralbank geldpolitische Instrumente ein um die Geldmenge entweder zu erhöhen oder zu verringern.
Deinem Vorschlag zufolge soll die EZB an die Eurozone 7000 Milliarden EUR zinslos verborgen. Nachdem die EZB aber keine 7000 Milliarden besitzt, müsste sie - um es später verleihen zu können - dieses Geld selber erst beschaffen (= refinanzieren). Aufgrund der Dimension bzw. der Prämisse dieses gratis zu verleihen würde ihr das Geld nur zur Verfügung stehen, wenn sie das benötigte Geld selbst in Form von Zentralbankgeld schaffen würde (also die Notenpresse anwerfen würde).
Die Geldmenge muss sich immer in Relation zum Wirtschaftswachstum verändern. Pumpt man aufgrund einer zu expansiven Geldpolitik zu viel Geld in das System, explodieren die Preise; wie bereits mehrfach erwähnt hätte das eine erhöhte Inflationsrate zur Folge. Bei 7000 Milliarden wäre das eine Hyperinflation^3.
Die Folge wäre ein Verlust des Vertrauens in die Währung (Flucht in Fremdwährungen oder Gold), das Volk würde massiv an Vermögen verlieren (das Sparbuch der Oma wäre nach kürzester Zeit nichts mehr wert). Wirf wikipedia an und such nach "Hyperinflation", du wirst sehen, dass es sowohl in Österreich als auch vorwiegend in Südamerika schon des öfteren eine solche gegeben hat.
Nichts leichter als das. Strukturreformen her um den Staat schlanker zu machen. Abbau von Verwaltungsebenen, Streichung von unnötigen Subventionen und Förderungen (Österreich ist Subventionsweltmeister). Eventuell könnte man über die Erhöhung der Grundsteuer nachdenken (den Hauptwohnsitz würde ich ausnehmen); Immobilien sind die einzigen nicht mobilen Vermögenswerte; dh mit der Einführung einer höheren Steuer würde es keine Kapitalflucht geben.Aber dein Vorschlag interessiert mich ebenfalls. Wie lautet er?
Die Konzepte hierfür gibt es seit vielen Jahren, es scheitert nur am politischen Willen.
Alle deine Vorschläge gehen am eigentlichen Problem vorbei. Man kann nicht mehr Geld ausgeben als man einnimmt. Das gilt nicht nur für den pat oder den zagi, das gilt auch für den Staat. Jeder fehlende Euro muss irgendwoher kommen.
Für größere Investitionen geht der pat oder der zagi zu seiner Hausbank und holt sich einen Kredit, den er über die Jahre zurückzahlen muss. Der Staat macht das genauso; nur begibt er Staatsanleihen um sich zu refinanzieren. Wenn du konstant über deine Verhältnisse lebst und immer mehr Schulden anhäufst, wirst du irgendwann mal Probleme bekommen alleine die Zinsen deiner Schulden zu tilgen. Daran sind jetzt aber nicht die achso bösen Zinseszinsen daran schuld, sondern dein Lebensstil - schließlich hast du dich deswegen verschuldet. Der Lösungsansatz wird daher wohl sein deinen Lebensstil einzuschränken, sodass du deinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kannst. Weder ein Spendenaufruf (dein erster Vorschlag) noch eine mysteriöse Bank die dir um 0% Zinsen Geld verleiht wird dir langfristig den Hals retten können.
Geändert von zagi (12.04.2011 um 18:45 Uhr)
Interessant wäre mal zu wissen wem dieses Geld geschuldet wird, dann könnte man meiner meinung nach weiter diskutieren.
Und zwar ist es ein erheblicher Unterschied ob wir 98 % unserer schulden einer bank in griechenland zurückzahlen müssten. Oder ob 98 % der schulden uns selber gehören, d.h. den österreichischen bürgern selbst.
Das würde einfach nur bedeuten, dass die die Kapital verliehen haben in Zukunft besser und reicher da stehen würden als jemand der kein kapital verliehen hat. Also sozusagen ein eleganter umverteilungseffekt des wohlstands.. aber der sich ja dann wieder
durch die ganze wohlfahrt ausgleicht...
aber wie gesagt 98 % schulden bei einen fremden land oder bank das wäre viel viel schlimmer.. ich bin auch der meinung es wäre für die griechen viel besser wenn die ihr eigenes geld drucken würden und nicht alle banken usw. auf griechenland und auf kosten
der griechen verdienen müssen
Geändert von Saimen (12.04.2011 um 22:59 Uhr)
Österreich hat über 200 Milliarden EUR Schulden. Es liegt auf der Hand, dass eine derartige Summe nicht aus einzelne Institutionen, sondern aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen stammen. Vom Tilgungsträger des Häuslbauers, Pensionskassen, dem kleinen Sparer, Banken, Versicherungen sowohl aus dem In- als auch dem Ausland ist alles dabei.
Deinem restlichen Gedankengang kann ich nicht folgen.
Ja, jemand der sein Geld verleiht erwartet sich im Gegenzug Rendite. Wenn du der Bank Geld in Form einer Spareinlage zur Verfügung stellst erwartest du dir ja ebenfalls Zinsen, oder? Eine Staatsanleihe ist nichts anderes.
Der Rest des Gedankens ist folgender: Wenn das meiste aus bürgereigenen Staatsanleihen besteht, dann zahlt der Staat die Anleihen muss aber gleichzeitig die Steuern erhöhen und es ist ein Nullsummenspiel.
Wenn die Schulden im ausland sind, dann erhöht der Staat die steuern, und die bürger arbeiten und müssen mehr abgeben, ohne dass sie jetzt selbst was einnehmen..
capisci?