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Thema: LSF - untragbar

  1. #1

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    Thumbs down LSF - untragbar

    Hallo,

    ich wusste leider nicht in welchem Forum ich dies posten sollte, aber da ich mir ja "luft machen" will, kommt der folgende Beitrag hier herein.

    Ich möchte gerne die Leute, welche die LSF wählen möchten zu einem Dialog auffordern, da ich ernsthaft angst habe, dass sie gewählt werden könnten.

    Jeder hat sicherlich schon einmal die gelben Flyer gesehen, die ,ganz im Stile des darin beworbenen Kapitalismuses, die WU unaufgefordert zumüllen.

    Obwohl einige Themen darin, wie zum Beispiel der Einstiegsstest zu sBWL, sicherlich gut sind so ist der Ruf nach "unabhängigkeit der Wu" untragbar.

    Sollte der Vorschlag durchkommen, würde sich der Semesterbeitrag an der WU auf 3000 Euro belaufen. Das ist zwar sicherlich ganz im Sinne einer Mitte-Rechts Fraktion, aber nicht im Sinne der europäischen Bildungskultur.
    DIES IST NICHT AMERIKA.
    Zugegebenermassen hat man dann viel Geld für Schnick-Schnack wie ein "Audiovisuelles Fernstudium", nur wer würde bitteschön soviel Geld für ein Fernstudium bezahlen?! Folglich wird es keiner nutzen, und dann ist viel Geld in den Wind geschossen.
    Auch ein klassisches Studium kann sich nurmehr der angeblich verhasste "Nachwuchs-Polit-Bonze" leisten, und die breite Masse muss sich nach Alternativen umschauen.
    Auch ein kapitilistischer WU-ler muss erkennen können, dass zu einem Erfolgreichen Studium nicht nur Vaddis "in den Arsch geblasenes" Geld reicht. Es gehört dazu, dass man kulturelle Unterschiede kennenlernt, und weniger bemittelte Menschen aus niederen Schichten schätzt und mit ihnen arbeitet. Wenn man nur in seinen "trockene Martini-trinker"-kreisen pseudo-eloquente Unterhaltungen über Börsenkurse führt, wird man später in einer Führungsposition nicht das nötige Feingefühl für Menschen mit anderen Hintergründen mitbringen.
    Und das wird die Folge sein!
    Ich bin stolz darauf, dass es in Europa möglich ist, auch als weniger reiche Person eine gute Ausbildung zu bekommen, ohne sich verschulden zu müssen.
    Das schafft eine breite gut-ausgebildete Masse, und führt langfristig auch zu mehr Wohlstand für euch! Seht's mal so: Wer keine gute Qualifikation mitbringt, verdient später kein Geld, um die Waren zu kaufen, von denen ihr eure Martinis bezahlt.
    Bezüglich der Verschuldung: Man stelle sich vor dass der Staat einem jeden Monat 750 Euro leihen muss, die man dann in 40 Jahren komplett abbezahlt hat. Der administrative Aufwand kostet sehr viel, und die Zinskosten sind auch nicht unerheblich.
    Wer ein System mag, wo die Bildung privatisiert ist, und Forschungsergebnisse nicht mehr für alle frei zugänglich sind, der soll bitte nach Amerika gehen.
    Ich hoffe jedoch, dass er sich dort kein Bein bricht, denn das wird dann teuer.
    Aber eh wurscht, Papa hat's ja ne!

    Gruss,
    Henning

  2. #2
    Avatar von Angel Heart
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    hhmmm.. schon wieder so ein nerviger kampfposter...

  3. #3
    Avatar von Herr_Simon
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    Was hast du gegen höhere Studiengebühren?

    Der administrative Aufwand kostet sehr viel,
    Ja, aktive Arbeitsbeschaffung (Man ähh ich meinte, Mensch kann nie genug BeamtInnen haben)


    und die Zinskosten sind auch nicht unerheblich.
    darüber würde ich mit dir streiten, wäre ja sicher ein zinsloser Kredit


    .

  4. #4
    Avatar von blub
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    naja, ich finde henning's post etwas propagandistisch, aber im grunde genommen gibt es bzgl der 'absoluten privatisierung' von bildung auch innerhalb des liberalen lagers sehr unterschiedliche meinungen und standpunkte. ich glaube schon, dass mensch bereit sein sollte für die ihm zukommende investition bildung zu zahlen (vor allem wenn es um hochschulbildung geht, das schulsystem würde ich in die betrachtung nicht miteinbeziehen, da es für mich ein unabhängig vom leistungswillen des menschen geltendes menschenrecht darstellt - dessen externalitäten gesellschaftlich zu wichtig sind, um schon in diesem bereich zu selektieren).

    bildung hat jedenfalls einen wert, sowohl monetär als auch nichtmonetär. und da die präferenzen in dieser hinsicht sehr unterschiedlich verteilt sind, wird nun mal auch nicht jeder bereit sein, die sich dadurch ergebenden 'kosten für bildung' zu übernehmen. das hat mit prioriätensetzung, und darin liegt das problem dieser argumentation, leider auch mit vorhandenen finanziellen möglichkeiten zu tun.

    eine wettbewerbssituation die sich liberal nennen kann, darf meiner meinung nach, nicht durch den faktor kapital bestimmt bzw. verwässert werden. jeder der bildung in anspruch nehmen möchte sollte das können, WENN er bereit ist eine gewisse leistung zu erbringen. und für genau jene menschen MUSS es eine intermediäre institution geben (staat/wirtschaft?), die diese kosten trägt. ob er sich das ansich leisten könnte oder nicht, sollte daher zweitrangig sein. ich unterstütze systeme, die zwischen dem 'können' selektieren. nicht systeme, die zwischen dem 'können' der finanziell gut ausgestatteten selektieren!

    liebe grüße

  5. #5
    Avatar von Herr_Simon
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    Zitat Zitat von LSF
    Die Lehre an den Universitäten wird nicht mehr vom Staat finanziert und die Universitäten sollen die Höhe ihrer Studienbeiträge selbst bestimmen. Jede/r Studierende kann für das Studium dann ein staatliches gesichertes Bildungsdarlehen in Anspruch nehmen, muss es jedoch nicht. Mit diesem Bildungsdarlehen werden die Studiengebühren, die von der Universität eingehoben werden, abgedeckt.
    Haha, der Badelt hebt dann die Studiengebühren irgendwo ganz ganz nach oben.
    Nach der Uni arbeiten bis 80, damit man sie dann abbezahlen kann. *geil*

    Da nehm ich lieber ein Darlehen für die "jetzigen" Studiengebühren, das ist weniger.


    Über die Grundsicherung für alle Menschen, will ich erst gar nichts schreiben. Das ist mehr als unbezahlbar. Da müssten wir schon unserer Gesundheitssystem einsparen (welches in Europa eines der teuersten ist)

    _

  6. #6

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    @herr simon: Ich meinte zinskosten für den staat , nicht für uns als studenten.

    @blub: Propagandistisch?! In meinem leben gibts nur schwarz und weiss, das machts einfacher
    Ich möchte auch klarstellen, dass ich nicht für eine abschaffung der studiengebühren bin, und langzeit studenten, die sich ein schönes Leben machen finde ich auch nicht gut.(Ja, manchmal hasst man sich halt selber )
    Es sollte eben einen Mittelweg geben, und so wie der zur Zeit ist, ist der auch ganz brauchbar imho. Eben wie dus schon gesgat hast.

  7. #7
    Avatar von Herr_Simon
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    Zitat Zitat von Henning Beitrag anzeigen
    @herr simon: Ich meinte zinskosten für den staat , nicht für uns als studenten.
    Ob er es nun der Uni gibt oder den Studierenden ist glaub ich irrelevant.
    Du meinst sicher die Differenz zu den dann viel höheren Studiengebühren.
    Weiters wer garantiert mir dann dass der Badelt nicht einen riesen Brocken davon für die Forschung abzweigt, und ich sitz dann wieder in einer schlechten LV mit einem noch schlechteren LV Leiter/in.


    Zitat Zitat von Henning Beitrag anzeigen
    Ich möchte auch klarstellen, dass ich nicht für eine abschaffung der studiengebühren bin, und langzeit studenten, die sich ein schönes Leben machen finde ich auch nicht gut.
    Hier würde ich eine leistungsbezogene Abrechnung der Studiengebühren vorschlagen. Damit auch "arbeitende" Studierende nicht diskriminiert werden.
    (LPIS kann man sicher auch in diese Richtung ausbauen)

    However, das LSF Modell ist einfach nicht durchdacht und ist daher leicht zu zerlegen.

    -

  8. #8
    Avatar von the prodigy
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    Wenn "mensch" bereit sein sollte, für seine Bildung zu zahlen, dann sollten wir bereit sein, uns auf eine Nivellierung des Wohlstands einzustellen.

    Denn die Gesellschaft braucht immer Leistungsträger, denn diese tragen mehr zu Fortschritt und Steueraufkommen bei als die normale Hilfskraft.

    Wenn wir versuchen Bildung zu kommerzialisieren (indem man das Hochschulwesen privatisiert), dann findet eine fatale Negativselektion statt.

    Ich kann zwar damit leben, dass man für den LLM zahlen muss, aber ein Bachelor sollte jeder Maturant haben können!

  9. #9
    Avatar von Herr_Simon
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    Wie meinst du das jetzt?

    Bachelor ohne Studiengebühren.
    Master (MSC bzw. LLM) mit mehr Studiengebühren ?

  10. #10
    Shadowhal
    Guest
    nun, kampfposter wie wer vorgeworfen hat, ist der thread starter wohl eher keiner weil er ja eine fraktion kritisert ohne dabei eine andere in den himmel zu loben.

    außerdem war das anfangsposting zu inhaltlich als dass ein mod eingriff mmn angebracht wäre.

    sachliches wenn ich endlich etwas ruhe gefunden habe.

  11. #11
    Avatar von Mercury, F.
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    Exclamation Nachtrag: PIs der Studieneingangsphase

    Einen kleinen Nachtrag zum gelben Flyer hab ich auch noch:

    Das LFS fordert, dass alle PIs der Studieneingangsphase in der Sommer-, Oster und Winteruni angeboten werden sollen - eigentlich eine

    Dumm dabei nur, dass es zukünftig keine PIs mehr in der Studieneingangsphase gibt!!
    (abgesehen von WIKO, wenn als Fremdsprache nicht Englisch gewählt wird)

    LFS, ihr schießt auch leider selber ins Abseits...

  12. #12
    Avatar von axel
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    Ich finde den LSF auf deswegeen http://forum.oeh-wu.at/showthread.php?t=47361 persönlich unwählbar. ÖH als Verein .... keine gute Idee.

    So im Zuckerrausch vom Orangensaft bin ich auch noch nicht...

  13. #13

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    Zitat Zitat von Mercury, F. Beitrag anzeigen
    Einen kleinen Nachtrag zum gelben Flyer hab ich auch noch:

    Das LFS fordert, dass alle PIs der Studieneingangsphase in der Sommer-, Oster und Winteruni angeboten werden sollen - eigentlich eine

    Dumm dabei nur, dass es zukünftig keine PIs mehr in der Studieneingangsphase gibt!!
    (abgesehen von WIKO, wenn als Fremdsprache nicht Englisch gewählt wird)

    LFS, ihr schießt auch leider selber ins Abseits...
    ebenfalls gelesen und hab 3 cocktails gebraucht um den lachkrampf los zu werden...
    Selten so ein eigentor erlebt

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