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Thema: Theoretische Frage

  1. #41
    Avatar von Rageboom
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    ich finds SUPER, dass diese leerverkäufer pleite gehen. ich würde es sehr begrüßen, wenn man das shorten endlich verbietet. noch besser ist es natürlich wenn man die shorter vorher noch alle bluten läßt.

    und das zweite was mich bei den meldungen von heute freut: das hedgefonds zumindest 15 mrd verloren haben und weiter verlieren. diese verdammten hedgefonds zerstören so viele gute aktien.

    ich glaub zwar nicht, dass es so was im kapitalismus gibt, aber wenn - dann ist es gut, dass mit der zeit jeder das bekommt was er verdient. (besonders diese blöden shorter )

  2. #42

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    Zitat Zitat von Aen Beitrag anzeigen
    Die wichtigste Ursache für den Kursanstieg bei VW ist sicher bei Porsche zu finden, die in den letzten Monaten stetig ihren Anteil bei VW vergrößern.
    Porsche ist richtig, aber es waren nicht die Käufe der letzten Zeit, sondern die Ankündigung vom Wochenende, daß sie eine Beherrschungsstellung (75%+) anstreben. Manche waren offenbar übermütig, das Short-Volumen war weit höher als es überhaupt Aktien im Umlauf gibt und jetzt müssen sie sich eben um jedes Papierchen raufen. The graddaddy of all short squeezes ...

  3. #43
    Avatar von Rageboom
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    könnte man diese blöden shorter nicht öfters so austricksen?

  4. #44

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    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    ich finds SUPER, dass diese leerverkäufer pleite gehen. ich würde es sehr begrüßen, wenn man das shorten endlich verbietet. noch besser ist es natürlich wenn man die shorter vorher noch alle bluten läßt.
    Wieso, willst Du etwa lieber höhere Verluste und langsamere Kurserholungen, wenns nach unten geht?

    Es sind oft grad die Shorts, die einem (Long) die besten technischen Indikatoren liefern, wann man mit maximalem Profit aussteigen kann, sie machen meist deutlich besseres Research als selbst die eifrigsten Longs, sie verringern die Volatilität an den Extremen und dämpfen v.a. den Absturz von Werten, wenn alle in Panik sind. Vom "Hygienefaktor" mal ganz abgesehen - es sind fast immer die professionellen Shorts, die auf vielleicht nicht ganz so offensichtliche Mißstände rechtzeitig hinweisen (Enron, Worldcom, Tyco etc. um nur einige Beispiele zu nennen). Sie kaufen nach einem Absturz genau dann, wenn sonst absolut keiner mehr will und stabilisieren damit die Preise und starten dann nicht selten (wenn auch oft unfreiwillig) die nächste Rally, bei der die Kleinen, die sich vorher vielleicht nicht so gründlich informiert haben, noch schnell mit einem blauen Auge statt einem Totalverlust aussteigen können. "Normale" Shorts bringen keine Aktie um, sie verringern (wenn überhaupt) nur die Spitzen an den beiden Extremen. Schau Dir einfach mal die Charts jener US-Werte an, die jetzt einige Zeit auf der short suspension list standen (ca. 1000 Werte, darunter alles, was nur irgendwie mit Finanz oder Banking zu tun hat), dann wirst Du feststellen, daß die meist deutlich stärker angestürzt sind als der Rest des Marktes zur selben Zeit.

    Ein Markt, wo es nur möglich ist, in eine Richtung zu spekulieren, verliert automatisch an Liquidität und das ist nicht im Interesse der Anleger. Es würde ja auch kaum jemand ein Auto kaufen, das keinen Rückwärtsgang hat und nur grad oder nach links fahren kann.

    das hedgefonds zumindest 15 mrd verloren haben und weiter verlieren. diese verdammten hedgefonds zerstören so viele gute aktien.
    Es gibt einige (kaum mehr als eine Handvoll), die bewußt versuchen, über Gerüchte und lancierte Falschmeldungen Kurse einbrechen zu lassen, die kann auch in der eigenen Branche keiner ausstehen. Und es gibt etliche kleine und unbedeutende, die das auch versuchen, die aber aufgrund ihrer Größe keinerlei ernsthaften Einfluß auf die Kurse ausüben können. Die große Masse will einfach nur irgendwie in beide Richtungen Geld machen und ganz sicher keine Aktien zerstören, denn die brauchen sie schließlich auch fürs eigene Überleben. Jede Krise braucht anscheinend einen Sündenbock, diesmals sind´s anscheinend die hedge funds.

    ich glaub zwar nicht, dass es so was im kapitalismus gibt, aber wenn - dann ist es gut, dass mit der zeit jeder das bekommt was er verdient. (besonders diese blöden shorter )
    Glaub mir, die (professionellen) Shorts wissen zwar meist ganz genau was sie tun, aber es gibt trotzdem genug nicht kontrollierbare Einflüsse, die dafür sorgen, daß sie dann oft trotzdem nicht davon profitieren und sich deren Zahl somit über die Zeit automatisch in Grenzen hält. Sie haben zwar bezüglich des Zeitfaktors einen Vorteil (runter geht´s meist schneller als rauf), sie können (ohne leverage) aber maximal 100% machen und können - wie man bei VW grad sieht - auch plötzlich vom Ereignissen überrascht werden, die einen zu augenblicklichem Tätigwerden zwingen, und binnen Minuten wirtschaftlich umbringen können. Ich versteh schon, daß kleine long-only Anleger meist nicht gut auf Shorts zu sprechen sind weil sie die Zusammenhänge nicht kennen, und Mitleid ist sicher auch nicht angebracht (man weiß ja schließlich, worauf man sich einläßt). Aber nur weil man sich was ausborgt und mit dem Einverständnis des Verleihers (dem man dafür ja schließlich auch Zinsen zahlt), an andere verkauft, die sich grad darum reißen, ist man nicht unbedingt ein schlechter Mensch mit bösen Absichten, und schon gar nicht wenn man´s dann denen wieder abnimmt und dafür bezahlt, die unbedingt sofort raus wollen. Würden sich einfach alle an die borrow rule halten (nur shorten, was man sich vorher auch verbindlich gesichert hat), gäbe es weder raids, die den Longs weh tun, noch solche irre short squeezes, die die Shorts umbringen. Die entsprechende Regulierung gegen naked shorting gibt es schon lang und die meisten professionellen Shorts haben überhaupt kein Problem damit und halten sich schon aus eigenem Interesse daran. Das Problem ist einfach, daß regulation ohne enforcement nichts bringt.

    Wirklich nachhaltig umgebracht werden Aktien übrigens meist nicht von den Shorts (sowas kommt fast nur in Ausnahmefällen und bei ganz kleinen Werten vor) - selbst wenn sie fundamental recht hatten - sondern von den long-only mutual funds, pension funds und anderen großen long-only Investoren (typischerweise die "guten" Langfristanleger), die einfach irgendwann ihre ganzen riesigen Positionen, die sie im Lauf der Zeit akkumuliert haben, schlecht auf den Markt werfen. Allein schon mit der Art, wie man eine große long position liquidiert, kann man kann man den Kurs u.U. ganz massiv beeinflussen, und grad bei den long-only funds sitzen meist nicht die besten Trader - die werden schließlich auch meist hauptsächlich nach funds under management bezahlt und weniger auf Performancebasis, also kanns ihnen meist auch (fast) egal sein, ob sie still und unauffällig aussteigen, oder den Kurs damit gleich für Monate in Grund und Boden prügeln ...

  5. #45

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    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    könnte man diese blöden shorter nicht öfters so austricksen?
    Passiert tagtäglich, nur meist nicht in solchem Umfang.

  6. #46
    Avatar von Rageboom
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    nun - ich als anfänger, kann natürlich nur bis zu einem gewissen grad alle fakten richtig deuten und schlüsse daraus ziehen. also die richtigen schlüsse. das heißt, ich bin langsamer bei traden und kann zumindest am anfang mich höchstens auf gute betriebe einlassen, wo ich eine positive entwicklung "voraussagen" kann.

    mir sind als long-trader schon einige male diese shorter in die quere gekommen. plötzlich ist ne firma runtergerasselt, so dass mir nur so angst und bange wurde, und was musste ich dann in einschlägigen foren lesen? dass das unternehmen grad einer massiven shortattake erlegen ist, vor allem weil die stop-orders der reihe nach ausgelöst wurden.

    man kann wegen diesen shortern einfach kein gutes risikomanagement betreiben. weil man dann die stop order einfach viiiiel zu tief ansetzen muss, nur damit sie nicht durch kurzfristige shortattaken ausgelöst wird.

    wie gesagt, mir wär lieber, jeder würde nur mehr auf gewinne wetten. wenn ein betrieb gut geführt wird, wird er plus machen und damit haben alle gewonnen. wenn ein betrieb halt nicht gut wirtschaftet, dann macht er minus, und mein gott... man hat sich halt verschätzt. aber gegen diese blöden shorter kann man nichts tun.. egal wie gut ein betrieb ist, der kurs rattert runter als wärs ne klitsche.

    @hedgefonds: die sind eben an geld interessiert, an schnellem geld. deswegen liegt ihnen nichts am betrieb. die suchen sich einen namen aus, reden ihn groß, cashen ordentlich ab und gehen zum nächsten über. wozu soll ich bitte als kleinanleger noch forschungen anstellen, mich mit einem betrieb auseinandersetzen und wirklich gute arbeit leisten, wenn mein betrieb sowieso nur dazu benutzt wird durch gerüchte schnell geld herzugeben und dann fallen gelassen wird? meiner meinung nach sollten auch hedgefonds eingeschränkt werden.

    oder: einfach sagen: die börse ist nichts für privatpersonen. dann würd ich halt akzeptieren, dass das keine spielwiese für mich ist. aber mich auf der einen seite dazu ermutigen lieber in aktien zu investieren als in sparbücher (wird dir in JEDER bank empfohlen) und mich dann ins offene messer laufen zu lassen (hedgefonds, shorter) - das find ich irgendwie...mies.

  7. #47

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    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    nun - ich als anfänger, kann natürlich nur bis zu einem gewissen grad alle fakten richtig deuten und schlüsse daraus ziehen.
    Überhaupt kein Problem, jeder hat mal bei Null angefangen.

    Ich muß jetzt kurz weg, daher eine kleine Denksprtaufgabe, bevor ich was zum Rest sage. Was ist das:


  8. #48

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    So, bin wieder zurück.

    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    ..., und was musste ich dann in einschlägigen foren lesen? dass das unternehmen grad einer massiven shortattake erlegen ist, vor allem weil die stop-orders der reihe nach ausgelöst wurden.
    Klassische Rechtfertigungsversuche für unerwartete Ereignisse in diesen Boards/Foren. Leute, laßt die Finger von solchen "Quellen" - das ist pure Zeitverschwendung, i.d.R. nichts als simples pump & dump, ein Sammelbecken für Leute, die selbst nicht wissen, was sie eigentlich tun - dort ist der allerletzte Ort, wo man sich Information oder gar Hilfe erwarten kann. Das ist grad so, als würden sich die Blinden gegenseitig die Ölmalerei beibringen. Überlegt mal, wer sich dort überhaupt rumtreibt. Das sind fast ausschließlich kleineste Möchtegern-Spekulanten ohne nennenswertes fachliches Wissen, oft nur mit ein paar hundert Stück, die allen ernstes glauben, durch geschickte Manipulation kleine Kursbewegungen zu ihren Gunsten auslösen zu können. Schade um die Zeit, brauchbare Informationen kriegt man dort sicher nicht.

    In allen zivilisierten Märkten werden alle kursrelevanten Informationen allen gleichzeitig zugänglich gemacht (weshalb man Nachrichten auch nicht reaktiv sondern allenfalls proaktiv traden kann). Hin und wieder haben ein paar Insider einen kleinen Vorteil, dagegen kann man aber de facto nicht viel machen, nur am betreffenden Yahoo-Board wird´s der Kleine deswegen auch nicht finden (nur jede Menge emotiomal belastenden Meinungs- und Gerüchtemüll). Nur wer sich seine Meinung selbst bildet, kann verhindern, von anderen manipuliert zu werden.

    man kann wegen diesen shortern einfach kein gutes risikomanagement betreiben. weil man dann die stop order einfach viiiiel zu tief ansetzen muss, nur damit sie nicht durch kurzfristige shortattaken ausgelöst wird.
    Nö, erstens weiß man nur in den seltensten Fällen, ob´s wirklich die Auswirkungen von Shorts waren, wenn ein Kurs einbricht, und zweitens kann man da nur sagen (und das ist jetzt absolut nicht persönlich, sondern rein sachlich gemeint): Wenn jemand immer wieder gleich ausgestoppt wird, dann liegt es nicht an einem imaginären Feind, sondern schlicht und einfach an der Art, wie man gewöhnlich in die Position einsteigt oder welche Positionen man im jeweiligen Marktumfeld eingeht, systematische Probleme haben meist auch systematische Ursachen.

    Gerade professionelle Shorts legen übrigens i.d.R. großen Wert darauf, keine unnötigen Risiken einzugehen und versuchen deshalb, möglichst viele Faktoren zu ihren Gunsten zu nutzen. Kaum jemand mit ein wenig Erfahrung riskiert eine rein fundamentale oder rein technische short position. Selbst wenn das Unternehmen fundamental in katastrophalem zustand ist, wird man immer versuchen, an einer technisch "empfindlichen" Stelle zu shorten, damit man möglichst schnell in der Gewinnzone ist, und sich dann mit rolling stops halbwegs gut absichern zu können. Wenn Du immer wieder gleich nach dem Einstieg ausgestoppt wirst, dann würde ich vermuten, daß Du wahrscheinlich unbewußt dazu tendierst, immer iweder bei technisch ungünstigen Levels einzusteigen. Sich selbst und seiner persönlichen Eigenheiten (die den meisten unbewußt sind) bewußt zu sein, ist ein erheblicher Erfolgsfaktor in diesem Geschäft.

    wie gesagt, mir wär lieber, jeder würde nur mehr auf gewinne wetten.
    Warüm nicht einfach gleich Kursverluste generell verbieten?

    wenn ein betrieb gut geführt wird, wird er plus machen und damit haben alle gewonnen. wenn ein betrieb halt nicht gut wirtschaftet, dann macht er minus, und mein gott... man hat sich halt verschätzt. aber gegen diese blöden shorter kann man nichts tun.. egal wie gut ein betrieb ist, der kurs rattert runter als wärs ne klitsche.
    Das ist ein (für Trader äußerst gefährlicher) Mix aus Lehrbuchannahmen und rationalization, ganz so einfach verhält es sich in der Praxis aber nicht.

    @hedgefonds: die sind eben an geld interessiert, an schnellem geld. deswegen liegt ihnen nichts am betrieb.
    Das unterstelle ich mal jedem Investor.

    die suchen sich einen namen aus, reden ihn groß, cashen ordentlich ab und gehen zum nächsten über.
    No, sorry - das ist ein grobes Vorurteil! Einige wenige (unseriöse) machen bzw. versuchen das, aber der typische fund manager will genau das Gegenteil solcher Manipulation. Nämlich daß möglich niemand weiß, welche Positionen er grad hat und daß er selbst weder beim Ein- noch beim Ausstieg große Kursbewegungen verursacht. Es gibt derzeit ca. 9.000 hedge funds (wovon in den nächsten Jahren ca. 4-6.000 verschwinden werden), die alle mehr oder minder im selben Gewässer fischen und man kann viel leichter davon profitieren, wenn man einen "Kollegen" mit einer Position in die Enge treiben kann als wenn man versuchen würde, die Kurse direkt zu manipulieren (was auch viel zu auffällig wäre, als daß es funktionieren könnte). Pump & dump ist (abgesehen davon, daß es sowieso illegal ist) eine Disziplin, die fast ausschließlich von ganz kleinen schmierigen Zockern betrieben wird. Die zweite Gruppe, die sowas - wenn auch leicht modifiziert und etwas legaler - macht, sind große long-only manager, wenn sie merken, daß sie sich mit einer Position übernommen haben, und die technische Verfassung des Werts einen normalen Ausstieg nicht mehr zuläßt, dann werden halt ein paar press releases samt folgender Upgrades aus der zweiten Liga arrangiert und über CNBC, n-tv und wie sie alle heißen, wieder mal die kleinen "buy and hold" Privatanleger herbeigetrommelt, damit sie dem großen das Zeug abnehmen.

    oder: einfach sagen: die börse ist nichts für privatpersonen. dann würd ich halt akzeptieren, dass das keine spielwiese für mich ist. aber mich auf der einen seite dazu ermutigen lieber in aktien zu investieren als in sparbücher (wird dir in JEDER bank empfohlen) und mich dann ins offene messer laufen zu lassen (hedgefonds, shorter) - das find ich irgendwie...mies.
    Die Wirtschaft lebt nicht von Nächstenliebe sondern von Profiten. Natürlich kann man auch als Privater an der Börse (gut) verdienen, aber nur, wenn man weiß, wie das System funktioniert. Der Bankmitarbeiter will Dir keine Fonds verkaufen, damit Du daran verdienst, sondern weil er für jeden Abschluß eine Provision kriegt und Deinem Broker ist es auch egal, ob Du kaufst oder verkaufts, ob Du Gewinn oder Verlust machst, Hauptsache er kassiert dafür Gebühren und Provisionen. Und die ganze Börsenbranche lebt davon, daß ständig möglichst viele irgendwas machen, egal ob kaufen oder verkaufen, Hauptsache es bringt Volumen, denn nur daran verdienen sie. Dummerweise ruinieren sich die meisten kleinen, wenn sie tatsächlich das tun, wozu ihnen die "Experten" in TV und Presse sowie im speziellen ihre Bankberater raten, daher müssen diese "Kollateralschäden" ständig durch neue Spieler mit frischem Kapital ersetzt werden. So wird es eben immer, auch mitten in geradezu absurden Absturzszenarien "Propheten" geben, die mit absoluter Sicherheit dem Publikum raten, daß genau jetzt der richtige Zeitpunkt sei, so günstig wie nie wieder einkaufen zu können. - Bis zum nächsten Tag, wenns schon wieder um 10-20% günstiger ist...

    Man muß wissen, die fachspezifischen Medien haben nicht einen fixen Plan, nach dem an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Thema ein "Experte" interviewt wird, sondern richten sich tagesaktuell nach der momentanen Stimmung, ummit der Auswahl entsprechend ausgerichteter Gäste ein möglichst großes Publikum anzuziehen, was den Trend sogar noch verstärken kann. Momentan kommen bei CNBC auf jeden deklarierten Bullen etwa 5 Bären und zwei Apokalyptiker, während es in einer Boomphase genau umgekehrt ist. Wer glaubt, durch solche Leute "gute Tips" zu kriegen der irrt, denn sie werden nicht gezeigt, weil sie mehr wissen als der Rest der Branche, sondern weil sie besser zur vorherrschenden Meinung passen. Man kann zwar auch von diesen durchaus brauchbare Informationen kriegen (viele sind durchaus ehrlich und intelligent), aber seine Meinung muß man sich schon selbst bilden - und ein gewisses Maß an Zynismus ist dabei meist recht hilfreich.

    Frei nach Kosto: "Ruft Herr Grün seinen Broker an und sagt 'Was halten Sie denn von Aktie xy?' Darauf der Broker: 'Ein erstklassiges Papier, seit acht Jahren regelmäßige Gewinnsteigerungen, heuer werden sie den Gewinn sogar verdoppeln können und grad eben konnten sie sogar den größten Konkurrenten aufkaufen, damit gehört ihnen jetzt 70 % des Weltmarkts. Davon kann man gar nicht genug haben - wieviel wollen´s denn kaufen?' Darauf Grün: 'Aber wieso kaufen? - Ich hab das Papier doch schon seit ein paar Monaten und heute hat einer ihrer Mitarbeiter in der Telebörse auf n-tv gesagt, daß man es jetzt unbedingt verkaufen soll?' Broker: "Ja, verkaufen ist auch nicht schlecht! - Nach jedem großen Erfolg kommt ja auch wieder ein Abschwung, hundert Prozent Gewinnsteigerung sind was ganz seltenes, das kann im nächsten Jahr eigentlich nur schlechter werden, und wie soll ein Unternehmen noch wachsen, wenn ihm ohnehin schon fast drei Viertel vom Markt gehören. Das kann ja nur schiefgehen! - Also, soll ich nur abstoßen was sie haben, oder wollen´s lieber auch gleich was leer verkaufen?'"


    PS: Die obige Denksportaufgabe war durchaus ernst gemeint. Wenn die richtige Antwort gepostet wird, verrate ich Dir ein "Börsengeheimnis", das die meisten nie oder erst nach langer Zeit erfahren. - Wenn sie dann noch Geld haben und nicht inzwischen frustriert aufgegeben haben.

  9. #49
    Avatar von Aen
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    Ich glaub ohne Tipps wird es schwer das Rätsel zu lösen.

  10. #50
    Avatar von Rageboom
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    nun - ich habe das gefühl wenn ich jetzt überhastet "hundeleine", dann hälst mich für naiv

    ich nehme an, du fragst, weil ich eben nicht hundeleine dazu sagen soll, oder?

  11. #51
    Avatar von Rageboom
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    aber ich zeige dir, dass ich googlen kann

    http://www.zooplus.co.uk/bilder/flex...lassic_l_1.jpg

  12. #52
    didi80
    Guest
    hmm, die schnalzende leine (also wenn man sie schnell "einfahren" lässt) könnte was mit dem kurs einer aktie zu tun haben - das auspendeln nach unten und oben...

  13. #53

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    Zitat Zitat von Aen Beitrag anzeigen
    Ich glaub ohne Tipps wird es schwer das Rätsel zu lösen.
    Das war zwar eigentlich nicht ganz beabsichtigt, ist aber auch so ein typisches Problem, mit dem viele zu kämpfen haben - der Versuch, in alles gleich irgend ein tiefgründiges Geheimnis reinzuinterpretieren, wo meist gar keins ist. Da denken dann viele gleich an Short-Attacken, durchgesicherte schlechte Ergebnisse oder Insiderverkäufe wenn der Kurs nach unten geht oder an mögliche Übernahmen, Insiderkäufe oder böse hedge funds wenn er überraschend steigt, dabei ist es meist einfach nur eine größere Order irgend eines institutionellen Anlegers, die sich etwas stärker auswirkt, weil die andere Seite grad nicht so interessiert ist.

    Dieses "Rätsel" war tatsächlich so einfach gedacht, wie´s da steht.
    Was ist das schwarze Ding im Bild (gibt´s natürlich auch in anderen Farben)?

  14. #54
    Avatar von Rageboom
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    naja... er hat ja nur nach dem "was ist das" gefragt und nicht "wofür könnte das stehen"

    denn hätt er so gefragt, würden mir auch etliche sachen einfallen.

    zum beispiel, dass manche investoren durch kontrolliertes verkaufen den kurs sozusagen an der kurzen leine lassen, bevor sie ihn "frei" lassen....

  15. #55
    Avatar von Rageboom
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    HA!! na bitte

    ich hab nix reininterpretiert. es ist ne hundeleine

    ok, jetzt bitte das geheimnis, ich lerne immer gern dazu!

  16. #56

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    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    nun - ich habe das gefühl wenn ich jetzt überhastet "hundeleine", dann hälst mich für naiv
    Nein, ganz und gar nicht - das ist nämlich die richtige Antwort!

    ich nehme an, du fragst, weil ich eben nicht hundeleine dazu sagen soll, oder?
    Reingefallen - zuviel reininterpretiert wo sonst nichts ist!

    aber ich zeige dir, dass ich googlen kann
    Damit zeigst Du mir nur, daß Du weißt, wie man im Browser einen Link auslesen kann, dazu braucht man nicht mal Google.
    Ist aber gut so, ich wollte es ja nicht unnötig schwer machen (hab ja sowieso damit gerechnet, daß jemand nachschaut, wohin der Link führt)

    Nun zur versprochenen Auflösung:

    Das Ding im Bild ist eine Automatik-Hundeleine mit, sagen wir mal 10 m Gesamtlänge. Die hält ein älterer Herr, der damit gemächlich von A nach B marschiert. Und am anderen Ende der Leine hängt sein junger, neugieriger und lebenslustiger Hund. Mal geht er ein paar Meter brav neben ihm, dann stürzt er sich nach vorn oder zur Seite, weil er dort irgendwas riecht, dann läuft er zum Herrchen zurück, hastet ein paar mal ein Stückchen vor und zurück, bleibt dann kurz stehen, schaut zum Herrchen auf und bellt, rennt dann begeistert in die andere Richtung bis er am Ende der Leine angekommen ist und den Besitzer beinahe umreißt. Der erschrickt und schreit den Hund kurz an, dieser trappelt dann traurig mit gesenktem Kopf eine Weile langsam hinter ihm her, dann sieht er irgendwo weit vorne eine Katze und hetzt dorthin ... So geht´s die ganze Strecke von A nach B. Wenns dem Besitzer gut geht und der Hund halbwegs folgsam ist, kommen beide an, aber der Hund ist dabei viel weiter gelaufen als der Mann. Es kann aber auch sein, daß der alte Mann vom ungestümen Hund irgendwann umgerissen wird und sich dabei schwer verletzt oder er dabei gar ums Leben kommt. Oder daß der Besitzer irgendwann nachgibt, wenn der Hund unbedingt den Waldweg nehmen will und nicht die graue Nebenstraße, und ihm halt dorthin folgt, auch wenn sie dadurch vielleicht nicht mehr zum ursprünglich geplanten Ziel kommen sondern wo ganz anders landen. Und genausogut könnte es auch sein, daß er sein Tier womöglich das letzte Stückchen tragen muß, wenn er zu wild herumgelaufen ist, sich losgerissen hat und schließlich von einem Auto überfahren wurde.

    Der Mann ist das Unternehmen, der Hund ist der Aktienkurs.
    Beide sind nur durch eine lange Leine miteinander verbunden.
    Auch wenn beide am Ende das selbe Ziel haben, müssen nicht beide unbedingt zu jedem Zeitpunkt in die selbe Richtung unterwegs sein.
    Es kann durchaus sein, daß was dazwischenkommt und der Spaziergang anders endet als geplant.
    Je länger der Spaziergang, umso mehr Gelegenheiten für unvorhergesehene Zwischenfälle gibt es.



  17. #57
    Avatar von Rageboom
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    ok, alles klar.
    das beispiel an sich.

    aber das wirft etliche fragen auf, die ich aber morgen hier reinschreiben werde, da es schon halb 3 ist, und morgen will unbedingt ein lerntag werden.

    die von dir angesprochenen bücher hab ich noch nicht entdeckt. hoffe die finden noch den weg zu ebay.

  18. #58
    didi80
    Guest
    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    die von dir angesprochenen bücher hab ich noch nicht entdeckt. hoffe die finden noch den weg zu ebay.
    welche bücher??

  19. #59
    Avatar von Rageboom
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    post 26

    hier ein kurzer abschnitt davon mit den zwei links.

    Wenns Dich ernsthaft interessiert, würde ich vorschlagen, Du besorgst Dir zuerst mal die "Bibel", mit der alles angefangen hat, für die Basics: http://www.amazon.com/Technical-Anal.../dp/0849337720
    Alt aber erstklassig. Darauf bauen im Grunde alle anderen auf.

    Ein weiteres altes aber sehr gutes erklärendes Buch dazu ist dieses:
    http://www.amazon.com/strategy-marke.../dp/B000SSQLVQ
    Versuch aber lieber, eine wirklich alte Ausgabe (aus den 60er-Jahren) zu kriegen, bei den neueren wurde zuviel rumeditiert und die ersten Ausgaben haben auch noch weit zurückreichende Charts mit 1920/1930 drin, die jetzt grad wieder sehr praktisch sind.

  20. #60
    didi80
    Guest
    Zitat Zitat von Rageboom Beitrag anzeigen
    post 26

    hier ein kurzer abschnitt davon mit den zwei links.

    Wenns Dich ernsthaft interessiert, würde ich vorschlagen, Du besorgst Dir zuerst mal die "Bibel", mit der alles angefangen hat, für die Basics: http://www.amazon.com/Technical-Anal.../dp/0849337720
    Alt aber erstklassig. Darauf bauen im Grunde alle anderen auf.

    Ein weiteres altes aber sehr gutes erklärendes Buch dazu ist dieses:
    http://www.amazon.com/strategy-marke.../dp/B000SSQLVQ
    Versuch aber lieber, eine wirklich alte Ausgabe (aus den 60er-Jahren) zu kriegen, bei den neueren wurde zuviel rumeditiert und die ersten Ausgaben haben auch noch weit zurückreichende Charts mit 1920/1930 drin, die jetzt grad wieder sehr praktisch sind.

    danke, die "bibel" kenn ich eh schon.

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