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Thema: Theoretische Frage

  1. #121

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    Zitat Zitat von JohnBond Beitrag anzeigen
    game over?
    Berkshire wird nicht gleich implodieren (die fundamentals passen ja, da vertraue ich Buffett mehr als jedem anderen), aber ~135k ist in näherer Zukunft zumindest mal wahrscheinlicher als 180k+. Und falls das auch gleich der Auftakt für die erwartete und ohnehin längst überfällige Korrektur der beiden großen Indices war, könnte es u.U. sogar in Richtung 100k gehen, und das sogar noch unter der Annahme, daß mit BRK-A prinzipiell alles ok ist und die sich die langfristige stock performance auch in Zukunft nicht wesentlich ändert. Sollte dann hingegen dort womöglich irgend ein gröberes internes Problem auftauchen und gleichzeitig im breiten Markt die Bären das Ruder übernommen haben, wäre durchaus noch beträchtlicher Spielraum nach unten.

    Was man bei einem Unikum wie BRK aber unbedingt auch immer im Auge haben muß, ist der höchst ungewöhnliche Zeithorizont bedingt durch die Anlegerstruktur und den WB-Effekt. Einerseits funktioniert dadurch TA bei diesem Wert derzeit etwas besser als bei den meisten, da er durch sein äußerst geringes Volumen für HFT uninteressant ist, andererseits können aber auch Entwicklungen, die normalerweise in ein paar Tagen abgeschlossen sind, hier etliche Wochen oder Monate dauern. Daß die Luft erst mal raus ist, war schon Ende Mai zu erkennen, doch dann hat's noch ganze 8 lethargische Monate gedauert, bis er tatsächlich ins Rutschen gekommen ist. An den kritischen Punkten nicht allzu schwer zu lesen, da die Daten ziemlich "sauber" sind und fast ausschließlich auf individuellen menschlichen Entscheidungen beruhen (was aus psychologischen Gründen die Vorhersagbarkeit kritischer Werte erhöht und somit TA stark begünstigt), aber man sollte halt besser mit weit überdurchschnittlicher Geduld gesegnet sein, wenn man sich als position trader mit BRK beschäftigt. Das ist so ähnlich wenn wenn ein routinierter Offshore-Speedboat-Reporter ausnahmsweise mal den Verkehr von Panamax-Containerschiffen auf den Weltmeeren kommentieren muß.

  2. #122
    Avatar von JohnBond
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    und er is scho wieder oben auf 170. das ist doch alles nur ein glückspiel

  3. #123

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    Was hast Du erwartet - daß ausgerechnet dieser (noch dazu fundamental äußerst gute) Wert sofort ins Bodenlose abstürzt, während die Indices (von deren Komponenten einige in Berkshire stecken) grad steigen? Gebrochener Trend und technisch geschwächt bedeutet nicht automatisch akuten Zusammenbruch!

    Ziel des ganzen ist ja nicht, punktgenau tops und bottoms zu identifizieren (das klappt sowieso nur im Ausnahmefall und kann meist in der Kategorie Zufallstreffer abgelegt werden), sondern Phasen mit überdurchschnittlicher Prognosewahrscheinlichkeit zu identifizieren, bei denen sich ein Engagement lohnt, weil man mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Stückchen vom Trend mitnehmen kann bzw. solche zu meiden, wo es grad nicht allzu viel Sinn macht, damit man sich stattdessen vielleicht was interessanteres suchen kann. Die meiste Zeit machen die meisten Werte nichts besonders interessantes, und selbst wenn ein konkreter Wert mal ziemlich eindeutige Signale von sicht gibt, heißt das noch lange nicht, daß es dann auch sofort und ohne jede Gegenreaktion losgehen muß. Ich hab's schon öfter gesagt und werde nicht müde, es nochmal zu wiederholen: TA ist ein gutes Instrument zum Selektieren interessanter Werte aber kein Wundermittel zur umfassenden Analyse konkreter Einzelwerte. Man kann damit zwar kritische Levels oft ganz gut erkennen und Trends besser einschätzen, aber die meiste Zeit tendieren die einzelnen Werte dennoch mit den jeweiligen Indices, wenn auch zeitweise mit discount oder premium relativ zum jeweiligen Index. Perfektes Timing ist ohnehin illusorisch, egal welcher Methode man sich bedient, was langfristig zählt ist, relativ häufig ein gutes Stück des Trends mitzunehmen und ansonsten möglichst all jene Situationen zu meiden, wo man ein unnötig hohes Risiko eingeht oder der wahrscheinliche Ertrag zu niedrig und damit nicht risikoangemessen ist. Und das kann auch bedeuten, daß man mal einige Zeit überhaupt nur in cash oder anderen Klassen ist. Daß BRK-A/B kein besonders geeigneter Wert für Quants oder Daytrader - falls es solche heute überhaupt noch gibt - ist, hab ich übrigens ohnehin schon mehr als deutlich erwähnt. Und daß nach einem Einbruch unter einen kritischen Level erst mal eine kurze Gegenbewegung einsetzt, ist völlig normal, um nicht zu sagen die Regel. Schau Dir ein paar tausend Charts der letzten 150 Jahre in beliebiger zeitlicher Ausflösung an und Du wirst sehen, daß das der Regelfall jedes normalen up- oder downtrends ist, nur in Phasen extremen psychischen Drucks bleiben diese geordneten Korrekturen über einen counter trend temporär aus und stellen daher einen Hinweis auf eine umso mächtigere Gegenbewegung in Zukunft dar. Wie beim Meer gibt's an den Märkten verschiedene Trendhierarchien - Gezeiten, normale Wellen und kleine Bewegungen - die alle gleichzeitig aktiv sind und sich überlagern. Klar könnte es in diesem konkreten Fall auch ein falsches Signal gewesen sein und der Wert nun doch noch 180k überschreiten, obwohl es ausgerechnet dieser (wahrscheinlich seriöseste Wert des ganzen US-Marktes) ein Dreivierteljahr lang trotz nur noch minimalen Abstands und etlicher Versuche einfach nicht geschafft hat, während die Indices und sogar etliche wirklich armselige Werte scheinbar mühelos einen neuen Rekord nach dem anderen hingelegt haben (nicht umsonst gibt's Ausdrücke wie "false breakdown" und "false breakout"...). Da es in diesem Bereich grundsätzlich keine Gewißheiten gibt, sondern nur Wahrscheinlichkeiten, ist das selbstverständlich nicht gänzlich auszuschließen. Ich glaube es nur nicht.

    Wenn dieses "Glücksspiel" so einfach und zuverlässig wäre, hätte ich entweder schon längst meine eigene Südseeinsel samt Privatflughafen (wenns nur sehr wenige Marktteilnehmer durchschauen) oder es gäbe schon längst gar keine Börsen mehr weil die Effizienztheoretiker recht hätten und somit keiner was dran verdienen könnte (wenns alle durchschauen). Somit liegt die Realität irgendwo dazwischen und man muß halt mit Wahrscheinlichkeiten arbeiten...

  4. #124

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    Nanu, ich dachte, es wäre gerade Mitte Februar - ist jetzt etwa schon Oktober?
    Meinte nicht Mark Twain mal “History doesn't repeat itself, but it does rhyme” ?



    Mein Verstand sagt, das könnte auch reiner Zufall sein, mein Bauch hingegen findet
    das ziemlich beunruhigend. Ein potentielles head and shoulders from hell...
    Wir werden sehen, wer von beiden recht hat, wahrscheinlich schon sehr bald.

  5. #125
    Avatar von JohnBond
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    hast du da programme die dir anzeigen wann ein kurve ähnlich wie eine andere ist? oder habt ihr die schreckensszenarien ausgedruckt an die wand gepickt?

  6. #126

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    Nein, manche Formationen haben sich einfach unbewußt im Hinterkopf festgesetzt und melden sich alle heiligen Zeiten mit einem subtilen "Hoppla, das kenn' ich doch schon von irgendwoher!". Was man schon tausend mal gesehen hat, prägt sich ganz automatisch ein. Besonders wichtige Charts wären natürlich auch in diversen Büchern vorhanden, aber halt relativ schwer auffindbar, selbst wenn sie neben einem in Armreichweite im Regal stehen. Wird was spezielles gebraucht, suche ich es normalerweise einfach schnell raus. Ließe sich theoretisch natürlich sicher auch mit Software irgendwie bewerkstelligen, aber warum umständlich, wenns mit dem Kopf einfacher und schneller geht. Hab hier übrigens nicht mal aktiv gesucht, das fiel mir einfach plötzlich auf, woraufhin ich schnell bei den üblichen Verdächtigen nachgesehen hab und auch schnell fündig wurde.

  7. #127

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    Zum Glück bin ich vor nem halben Jahr wieder eingestiegen, ua mit einem DAX etf. Aber wie lange kann die Rally noch weitergehen?

  8. #128
    Avatar von tschakawaka
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    Thumbs up

    hi,

    vorab die Bitte um Rückmeldung aller "Aktiven da draussen" - würde gerne ne "echte Community" bilden, ansonsten:
    auch in einer Krise kann (konnte) man Aktien kaufen - auch mitten im Chaos - IMMER mit dem Willen, Aktien, auch zumindest 3 bis 5 Jahre zu halten...
    nun sind wir 6 Jahre nach 2008 - somit kann man sich kurz die 3 "langweiligen" Aktien, ansehen, welche ich in 2008 umschrieben habe:

    Firmen, die machen diese netten Nagelscheren...(Rätsel-lösung: Johns. & Johns.)
    und andere, die machen nebenbei diese netten Chips (zum Essen ; -)...(Proct. & Gamble - stellen auch Pringles her)
    und IT-Firmen, die gibts schon seit mehr als 60 Jahren...etc...(IBM, International Business Machines)

    Performance der krisenresistenten Unternehmen (2008 bis 2014, vs. Dow Jones), siehe wie folgt:

    http://screencast.com/t/m8z9Po7agHNa

    lg tschak

    quote von Okt. 2008:
    Zitat Zitat von tschakawaka Beitrag anzeigen
    mhm, alle diese Firmen sehe ich NICHT ALS KRISENRESISTENT an...

    aber keine Angst:
    es gibt Aktien, die man jetzt schon getrost einsammeln kann...
    auf 5 - 10 Jahre, zB.

    da gibts Firmen, die machen diese netten Nagelscheren...
    und andere, die machen nebenbei diese netten Chips (zum Essen ; -)...
    und IT-Firmen, die gibts schon seit mehr als 60 Jahren...etc...

    die haben alle fette Cash-polster, hohe Dividendenrenditen und können daher auch dafür herhalten, die Dividendenausschüttungen zumindest beizubehalten...


    Alles andere sehe ich nicht als krisenresistent

    cheers
    tschak

  9. #129
    Avatar von tschakawaka
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    Lightbulb LANGFRISTIG gehts eigentlich NUR um Gewinne, sprich "generating Cash in the long run"

    Hi Geoff!

    Bitte - um die unterentwickelte Aktienkultur in Österreich - nicht noch mehr im Keim zu ersticken - muss ich folgend Deinem Kommentar (s. Dein Zitat unten) was anbringen:
    Langfristig steigen die Gewinne von Unternehmen - ansonsten würde nicht investiert werden (ROIC soll bei neuen CAPEX positiv sein) => daher werden auch neue Mitarbeiter eingestellt =>
    weil die alten nicht unbedingt produktiver werden ;-)

    sprich: Gewinn-Wachstum bedeutet Aktienkurs-wachstum LANGFRISTIG - kfr. spielt die Psychologie wirklich eine (sehr) grosse Rolle - da stimme ich natürlich absolut zu !!

    aber bitte nochmals betonen: lfr. geht es eigentlich nur um Fundamentaldaten => steigende Gewinne sollten lfr. zu steigenden Aktienkurse führen

    Beispiel natürlich bei der Hand (langweilige Mci-Aktie) - please click Aktienkurs & Gewinne grafisch dargestellt:
    http://bigcharts.marketwatch.com/adv...false&state=11

    Earnings per share von Mc Dondald´s in den Jahren 2009 bis 2013:
    4.17 (2009)
    4.64 (2010)
    5.33 (2011)
    5.41 (2012)
    5.59 (2013)

    => sieht man den steigenden Trend??

    lg tschak



    Zitat Zitat von Geoff Beitrag anzeigen
    - Psychologie. Gier und Angst kennen keine nationalen Grenzen, und Börsenkurse haben zumindest kurzfristig - entgegen der landläufigen Meinung - grundsätzlich nur äußerst wenig den Unternehmensfundamentals zu tun. Die fundamentalen Daten des einzelnen Unternehmens haben wenig bis gar keinen Einfluß auf seinen kurzfristigen Aktienkurs, bestimmend sind v.a. die (Kurs-)Trends in der Branche und dem Gesamtmarkt, und die sind ein Produkt der kollektiven Stimmung der Marktteilnehmer. In einer wirklich großen Krise leiden daher üblicherweise auch so gut wie alle Börsen.

    [...]

    Soviel zu den generellen Grundlagen und (hoffentlich halbwegs verständlichen) Erklärungen der wichtigsten Zusammenhänge (da gibt´s noch einiges mehr, aber das würde den Rahmen sprengen...). Und zur Frage, wer bestimmt, wieviele Punkte eine Wert zulegt bzw. verliert: der Markt. Kaufwillige und Verkaufswillige stehen sich gegenüber und je nachdem, welche der beiden Seiten grad unter größerem Druck steht, geht der Preis eben entsprechend rauf oder runter. Ganz simpel - Angebot und Nachfrage, oder wie´s ein alter Börsenprofi mal so treffend auf den Punkt gebracht hat: "Der Kurs einer Aktie hängt v.a. davon ab, ob´s grad mehr Aktien als Dummköpfe gibt oder mehr Dummköpfe als Aktien."

  10. #130
    Avatar von tschakawaka
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    MCD near USD 100 level

    UPDATE / interesting,
    just an idea => definitiv KEINE Kauf- oder Verkaufempfehlung;
    Disclaimer: VOR Kauf / Verkauf immer mit d. Bankberater sprechen !


    Basiswissen: Das Deutsche Aktieninstitut empfiehlt für ein gut gestreutes Depot acht bis zehn verschiedene Aktien. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, wie verschieden die Aktien sind. Eine einseitige Ausrichtung auf bestimmte Branchen wie etwa den Banken- oder den Technologiesektor erhöht die Schwankungsanfälligkeit.

    Ich würde sagen: Anfangen mit Spaplänen, ETFs, laufend weiterbilden => es geht ja um Dein Zukunft & um d. Zukunft Deiner Familie...

    LG TSCHAK


    Zitat Zitat von tschakawaka Beitrag anzeigen
    Hi Geoff!

    Bitte - um die unterentwickelte Aktienkultur in Österreich - nicht noch mehr im Keim zu ersticken - muss ich folgend Deinem Kommentar (s. Dein Zitat unten) was anbringen:
    Langfristig steigen die Gewinne von Unternehmen - ansonsten würde nicht investiert werden (ROIC soll bei neuen CAPEX positiv sein) => daher werden auch neue Mitarbeiter eingestellt =>
    weil die alten nicht unbedingt produktiver werden ;-)

    sprich: Gewinn-Wachstum bedeutet Aktienkurs-wachstum LANGFRISTIG - kfr. spielt die Psychologie wirklich eine (sehr) grosse Rolle - da stimme ich natürlich absolut zu !!

    aber bitte nochmals betonen: lfr. geht es eigentlich nur um Fundamentaldaten => steigende Gewinne sollten lfr. zu steigenden Aktienkurse führen

    Beispiel natürlich bei der Hand (langweilige Mci-Aktie) - please click Aktienkurs & Gewinne grafisch dargestellt:
    http://bigcharts.marketwatch.com/adv...false&state=11

    Earnings per share von Mc Dondald´s in den Jahren 2009 bis 2013:
    4.17 (2009)
    4.64 (2010)
    5.33 (2011)
    5.41 (2012)
    5.59 (2013)

    => sieht man den steigenden Trend??

    lg tschak

  11. #131
    Avatar von mali25
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    was war es am Ende?

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