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Thema: FAQs zum Thema Studienbeitrag

  1. #1

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    FAQs zum Thema Studienbeitrag

    Was bringt mir dieser Thread?

    Hallo!

    Mit diesem Thread wollen wir häufig gestellte Fragen zur aktuellen Studiengebührenregelung beantworten.

    Wenn du noch weitere Fragen hast, dann poste diese im "Offene Fragen: Studiengebühren"-Thread oder schreib eine e-Mail an beratungoeh-wu.at

    LG
    Martina

  2. #2

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    Müssen außerordentliche Studierende zahlen?

    Ja, außerordentliche Studierende müssen die Studiengebühr bezahlen. Wer also an einer Uni in Österreich als außerordentliche/r Studierende/r zugelassen ist, muss den Studienbeitrag an dieser Uni zahlen.

    Eine Ausnahme bilden hier die TeilnehmerInnen von Universitätslehrgängen. Diese bezahlen den ÖH-Beitrag und eine Lehrgangsgebühr.

  3. #3

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    Müssen ordentliche Studierende, welche Drittstaatsangehörige sind, Studiengebühr bezahlen?

    Ja, Drittstaatsangehörige müssen die Gebühr auf jeden Fall bezahlen.

    Das heißt jede/r ordentliche Studierende, welcher nicht österreichischer Staatsbürger, EU-Bürger, EWR-Bürger oder ein Flüchtling, welcher gemäß Konvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge als solcher zu behandeln ist, muss den Studienbeitrag von 363,36 Euro plus den ÖH-Beitrag entrichten. Hierbei kommt es ausschließlich auf die Staatsbürgerschaft an.

  4. #4

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    Wer muss aufgrund seiner/ihrer Staatsbürgerschaft keine Studiengebühr entrichten, sofern die Vorschriften bezüglich Regelstudienzeit und Toleranzen eingehalten werden?

    Ordentliche Studierende, welche die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, bzw. EU-BürgerInnen sind, müssen keine Studiengebühr bezahlen, wenn sie nicht aus einem anderen Grund beitragspflichtig werden.

    Das Gleiche gilt für Studierende aus Ländern, denen Österreich aufgrund eines völkerrechtlichen Vertrages dieselben Rechte für den Berufszugang gewährt hat wie InländerInnen (EWR BürgerInnen).

    Flüchtlinge, welche gemäß Konvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge als solche zu behandeln sind, müssen ebenfalls keine Studiengebühren bezahlen.

  5. #5

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    Wie sehen die Regelungen hinsichtlich Befreiung aufgrund der Studiensituation aus?

    Voraussetzungen:
    • ordentlicher Studierender
    • österreichischer Staatsbürger, EU- oder EWR BürgerIn


    Wer sich in der Mindeststudienzeit plus einer definierten Toleranz befindet, muss keine Studiengebühr zahlen.

    Bachelorstudierende:
    Studierende, welche sich im Bachelorstudium Wirtschafts- und Sozialwissenschaften oder im Bachelorstudium Wirtschaftsrecht befinden, brauchen im Sommersemester 2009 noch keine Studiengebühr entrichten. Die ersten Vorschreibungen für diese Gruppe von Studierenden werden ab dem Wintersemester 2010/11 erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt befinden sich die ersten Bachelorstudierenden im 9ten Studiensemester und haben somit ihre Toleranzzeit von 6 Semestern Mindeststudiendauer plus 2 Semester Toleranz überschritten.

    Masterstudium Wirtschaftspädagogik:
    Studierende des WiPäd-Masterstudiums haben eine definierte beitragsfreie Studienzeit von 5 Semestern Mindeststudienzeit plus 2 Semester Toleranz. Das heißt, im Sommersemester 2009 werden auch hier noch keine Vorschreibungen erfolgen.

    Masterstudium Wirtschaftsrecht:
    Studierende, welche sich im Masterstudium Wirtschaftsrecht befinden, müssen die Studiengebühr ab dem 7ten Studiensemester entrichten. Die beitragsfreie Studienzeit beträgt daher 4 Semester Mindeststudienzeit plus 2 Semester Toleranz. Im Sommersemester 2009 wird sich noch keiner dieser Studierenden im 7ten Semester befinden und daher wird es hier auch noch keine Vorschreibungen geben.

    Bakkalaureatsstudium Wirtschaftsinformatik:
    Studierende des Winf-Bakk-Studiums (Studienangebot 2002/03) müssen den Studienbeitrag ab dem 9ten Studiensemester (6 Semester Mindeststudienzeit + 2 Semester Toleranz) bezahlen.

    Masterstudium Wirtschaftsinformatik:
    Studierende, welche sich im Masterstudium Wirtschaftsinformatik befinden, sind 3 Semester Mindeststudienzeit plus 2 Semester Toleranz von der Studiengebühr befreit. Das heißt, sie müssen ab dem 6ten Studiensemester bezahlen.

    Diplomstudierende (2ter Abschnitt):
    Diplomstudierende im 2ten Studienabschnitt (Studienangebot 2002/03) müssen die Studiengebühr ab dem 9ten Studiensemester bezahlen (6 Semester Mindeststudienzeit plus 2 Semester Toleranz). Studierende des Diplomstudiums Wirtschaftspädagogik müssen erst ab dem 10ten Semester zahlen.
    Die Zählung beginnt hier mit dem Beginn des zweiten Abschnitts von Neuem. Zu beachten ist allerdings, wann man offiziell mit dem 2ten Abschnitt begonnen hat. So zählen in diesem Fall abgelegte Prüfungen bis zum 30. November zum vorangegangenen Sommersemester und abgelegte Prüfungen bis zum 30. April zum vorherigen Wintersemester. Wer also z.B. am 23. November 2007 die letzte Prüfung aus dem ersten Abschnitt beendet hat, ist offiziell mit Wintersemester 2007/08 in den zweiten Abschnitt gerückt und ab diesem Zeitpunkt beginnt die Semesterzählung. Semester aus der Vorstudienzeit (z.B. Umstieg von HW auf IBW) werden nicht eingerechnet.

    Doktoratsstudium (2-jährig):
    Studierende, welche sich im zweijährigen Doktoratsprogramm befinden, müssen ab dem 7ten Studiensemester (4 Semester Mindeststudienzeit plus 2 Semester Toleranz) die Studiengebühr bezahlen.

    Doktoratsstudium (3-jährig):
    Doktoratsstudierende aus dem dreijähren Programm müssen die Studiengebühr dementsprechend ab dem 9ten Semester bezahlen (6 Semester Mindeststudienzeit plus 2 Semester Toleranz). Achtung: Beim Wechsel vom zweijährigen in das dreijährige Doktorat werden die Semester zusammen gezählt.

  6. #6

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    Was ist, wenn ich an mehreren Unis studiere bzw. mehrere Studien betreibe?

    Wer an mehreren Unis studiert bzw. an der gleichen Uni für mehrere Studienrichtungen inskribiert ist, muss Studiengebühr bezahlen, sobald er oder sie in einem Studium beitragspflichtig wird. Wer also z.B. an der Uni Wien und an der WU studiert und im Studium der Uni Wien beitragspflichtig wird, an der WU aber eigentlich noch befreit wäre, muss an der Uni Wien die Studiengebühr einzahlen.

    Die Gebühr muss immer dort eingezahlt werden, wo die Beitragspflicht entsteht. Sollte diese Pflicht im selben Semester an beiden Unis entstehen, dann ist es wiederum egal, an welcher einbezahlt wird.

  7. #7

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    Was ist wenn ich ein Semester beurlaubt war?

    Semester, in denen man vom Studium beurlaubt war, werden nicht in die Semesterzählung aufgenommen.

  8. #8

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    Muss ich zahlen, wenn ich mein Studium gewechselt habe?

    Nein, im Sommersemester 2009 muss kein Studienbeitrag gezahlt werden, wenn das Studium gewechselt wurde, solange man sich noch innerhalb der definierten Toleranzzeiten befindet. Das heißt, die Semesterzählung beginnt mit einem Studienwechsel von neuem zu laufen.

  9. #9

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    Welche Erlassgründe gibt es, wenn ich eigentlich aufgrund meiner Studienzeit beitragspflichtig wäre?


    Voraussetzung für die Geltendmachung von Erlassgründen:
    • ordentlicher Studierender
    • österreichischer Staatsbürger, EU- oder EWR BürgerIn


    Länger andauernde Krankheit bzw. Schangerschaft
    Studierende, welche mehr als 2 Monate im betreffenden Semester aufgrund von einer länger andauernden Krankheit bzw. einer Schwangerschaft am Studium gehindert werden, müssen keinen Beitrag zahlen.

    Nachweis:
    Bestätigung vom Facharzt

    Hinweis:
    Es wird allerdings notwendig sein, die Studiengebühr zuerst zu entrichten und sie dann zurückzufordern. Ein Nachweis über eine bereits 2 Monate andauernde Krankheit oder Schwangerschaft ist im Sommersemester bis zum 31. März (bis zu diesem Zeitpunkt kann ein Erlass geltend gemacht werden) noch nicht möglich.

    Erlassdauer:
    maximal 2 Semester (erneute Antragsstellung möglich)


    Überwiegende Betreuung eines Kindes
    Wer aufgrund einer überwiegenden Betreuung eines Kindes am Studium gehindert wird, kann dies bis zum 7ten Geburtstag des Kindes als Erlassgrund geltend machen.

    Nachweis:
    Geburtsurkunde des Kindes, Meldezettel des Kindes und des/der betreuenden Studierenden (identische Adresse) und eine eidesstattliche Erklärung.

    Hinweis:
    Für die eidesstaatliche Erklärung wird es ein vorgefertigtes Formular geben, welches direkt vor Ort bei der Geltendmachung des Grundes ausgefüllt werden kann.

    Erlassdauer:
    maximal 2 Semester (erneute Antragsstellung möglich)


    Erwerbstätigkeit
    Wer aufgrund einer Erwerbstätigkeit ein Jahreseinkommen von mehr als 4.886,14 Euro bezogen hat, kann dies ebenfalls als Erlassgrund geltend machen.
    Für den Erlass der Studiengebühr muss daher immer das Jahreseinkommen des vorangegangenen Kalenderjahres vorgelegt werden.

    Nachweis:
    Einkommenssteuerbescheid

    Hinweis:
    Das heißt, für das Sommersemester 2009 und das Wintersemester 2009/10 muss nachgewiesen werden, dass im Kalenderjahr 2008 mehr als 4.886,14 Euro verdient wurden.

    Erlassdauer:
    Sommer- und Wintersemester


    Behinderung
    Wer eine Behinderung von mehr als 50% laut den bundesgesetzlichen Vorschriften hat, kann dies ebenfalls als Erlassgrund geltend machen.

    Nachweis:
    Behindertenpass des Bundessozialamtes.

    Erlassdauer:
    Dauer des Studiums oder Dauer der Befristung der Behinderung


    Wichtig ist, dass die Erlassgründe immer nur im betreffenden Semester gelten und nicht rückwirkend geltend gemacht werden können. Es werden nur die im Gesetz genannten und taxativ aufgezählten Nachweise akzeptiert. D.h. für z.B. den Nachweis der Erwerbstätigkeit muss ein Einkommenssteuerbescheid vorliegen. Der Lohnzettel zählt nicht.

    Weiter Gründe können nicht als Erlassgrund geltend gemacht werden!

  10. #10

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    Ich habe Präsenz- oder Zivildienst geleistet. Kann ich dies geltend machen?

    Der Präsenz- oder Zivildienst ist kein Erlassgrund an sich, sondern er verlängert die Toleranzzeit. Wer also in seinem Studium (d.h. man muss inskribiert gewesen sein) im selben Abschnitt (gilt nur für Diplom) den Präsenz- oder Zivildienst abgeleistet hat, kann dies geltend machen, wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht beurlaubt war. D.h. eine rückwirkende Geltendmachung ist möglich, wenn der Studierende mindestens 2 Monate im Semester, welches er geltend machen möchte, nachweisen kann.

    Nachweis:
    Es muss eine Bestätigung vom Militärkommando bzw. der Zivildienstagentur vorgelegt werden.

  11. #11

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    Wie wird die Regelung umgesetzt?

    Die Universitäten müssen bei jedem/r Studierenden prüfen, ob die zulässige Studienzeit überschritten wurde. Bei wem das der Fall ist, der oder die bekommt die Bezahlung der Studiengebühr vorgeschrieben. Die Vorschreibung ist ab Ende Jänner bei den Internetdiensten auf der WU Website ersichtlich. Einfach mit dem Powernet-Account einloggen und nachsehen, wie viel zu bezahlen ist. Ein e-Mail von der Uni wird euch darüber informieren, ab wann ihr dies abrufen könnt.

  12. #12

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    Wie kann ich einen Erlassgrund gelten machen?

    Ein Antrag auf Erlass (gilt nicht für Präsenz- oder Zivildienst) des Studienbeitrags kann von 09. Februar bis 31. März gestellt werden. Hierfür kann ab dem 02. Februar ein Termin über folgenden Link gebucht werden: http://www.wu-wien.ac.at/lehre/org/internetdienste. Zu diesem Termin müssen dann die nötigen Unterlagen in Original an der Uni vorgewiesen werden.

    Wer den Erlassgrund nicht innerhalb dieser Frist geltend machen kann, weil z.B. der Einkommenssteuerbescheid noch nicht da ist, muss die Studiengebühr einzahlen.
    Diese kann dann innerhalb von 6 Monaten ab dem Einzahlungsdatum von der Uni per Antrag zurückgefordert werden. Wer in diesem Fall die Studiengebühr nicht bezahlt, kann in diesem Semester nicht studieren, da das Studium geschlossen wird.

    ACHTUNG: Diplom- und Doktoratsstudien (zweijährig) können nach der Schließung nicht fortgesetzt werden.

  13. #13

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    Muss ich mich zum Studium rückmelden?

    Jede/r Studierende muss sich rückmelden, um an der WU (oder auch an jeder anderen Uni) inskribiert zu bleiben. Für die erfolgreiche Rückmeldung muss zumindest der ÖH-Beitrag einbezahlt werden.

    Die Rückmeldung muss bis zum Ende der Nachfrist erfolgen (aktuelle Fristen >> hier).

    Bitte vergesst dies nicht und meldet euch unbedingt für euer Studium rück! Ihr könnt sonst im Sommersemester nicht studieren, da die Zulassung zum Studium erlischt. Diplomstudierende würden in diesem Fall z.B. aus ihrem Studium fallen.


    Die Rückmeldung könnt ihr folgendermaßen durchführen:

    Einzahlung per Erlagschein
    An der WU bekommt man den Erlagschein nicht mehr automatisch zugesendet. Dieser kann aber über die Internetdienste der WU angefordert werden.

    Online-Banking
    Die Rückmeldung (d.h. Bezahlung des ÖH-Beitrags bzw. der Studiengebühr inkl. ÖH-Beitrag) kann auch per Online-Banking erfolgen. Die notwendigen Daten dafür können ebenfalls über die Internetdienste abgefragt werden.

    SB-Terminal
    Die beliebteste und auch empfohlene Art der Rückmeldung ist, die Einzahlung mittels Bankomatkarte bei den SB-Terminals (Aula - Kern D).

    Rückmeldung bei einer anderen Uni
    Es ist auch möglich bei einer anderen Uni einzuzahlen. Man muss sich aber trotzdem an der WU rückmelden. Dies erfolgt ebenfalls mittels Studierendenausweis bei den SB-Terminals oder über die Internetdienste. Hier muss aber dann nichts mehr einbezahlt werden.
    Hinweis: Es kann mehrer Tage dauern, bis die Info über die Bezahlung von einer anderen Uni über das BRZ an die WU gelangt ist. Daher ist eine Rückmeldung in der Regel erst ein oder zwei Wochen später möglich.

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