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Thema: an der wu studieren oder doch lieber arbeiten? hilfe...........

  1. #1

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    an der wu studieren oder doch lieber arbeiten? hilfe...........

    hallo. Ich bin neu hier.

    ich frage mich grad, ob ich studieren soll oder doch arbeiten. ich würde ab ws nach wien kommen!

    zu mir, ich habe eine lehre als einzelhandelskaufmann, eine als bürokaufmann sowie berufsreife!

    jetzt zu meinem anliegen: wenn ich ab diesem WS nach wien an die uni komme, wer sagt mir, dass ich mehr verdienen werde, und bessere aussichten habe als wenn ich mir in wien einen job im mittleren management suche?

    ich gehe nicht vom master aus!

    und wo suche ich am besten ne wohnung, ist sonst noch was zu beachten?

    vielen dank

  2. #2

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    Zitat Zitat von gillipollas Beitrag anzeigen
    wer sagt mir, dass ich mehr verdienen werde, und bessere aussichten habe als wenn ich mir in wien einen job im mittleren management suche?
    Natürlich kann dir das niemand garantieren. Du hast halt bessere Chancen als ohne Studium. Für etliche Stellen ist halt ein Studium Voraussetzung.

  3. #3

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    ok danke!

  4. #4

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    Zitat Zitat von gillipollas Beitrag anzeigen
    jetzt zu meinem anliegen: wenn ich ab diesem WS nach wien an die uni komme, wer sagt mir, dass ich mehr verdienen werde, und bessere aussichten habe als wenn ich mir in wien einen job im mittleren management suche?
    Niemand. Geh an die Uni, weil Du studieren möchtest, nicht weil Du glaubst, dadurch vielleicht mehr verdienen zu können. Oder studier halt nicht, wenn Du das eigentlich gar nicht willst. Der Einkommensaspekt ist wahrscheinlich (neben dem angeblichen Prestige) so ziemlich der schlechteste Grund für ein Studium, den man nur haben kann. Ein Studienabschluß ist ohnehin schon lange keine Garantie mehr für hohes Einkommen oder auch nur einen halbwegs "sicheren" Job.

    Es gibt viele, die ohne Studium sehr vermögend geworden sind, weil sie einfach was gemacht haben wobei sie außerordentlich gut sind weil es sie einfach wahnsinnig interessiert und sie daran Spaß haben. Und es gibt unzählige WU-Absolventen, die ihr Leben als Buchhalter, Marketing-Fuzzi, Bürokraft, Versicherungsverkäufer etc. fristen, sich mit dem Einkommen grad mal das Notwendigste leisten können und darüber hinaus frustriert sind, weil sie der ganze Kram eigentlich gar nicht wirklich interessiert und sich irgendwann fragen "Was, soll das etwa wirklich schon alles sein?". Die werden dann natürlich auch nie besonders gut sein in dem, was sie tun, und so kommen sie auch nur sehr langsam vom Fleck und werden ständig von anderen überholt, die vielleicht objektiv deutlich weniger können, ihren Job aber mit Begeisterung tun.

    Schau Dir also einfach an, ob's was ist, was Dich interessiert und zumindest in einigen Kernaspekten begeistern kann, und triff dann eine überlegte Entscheidung. Die Spezialisierungen sind da eine recht gute Orientierungshilfe: gibt es zumindest eine SBWL, die Du wahnsinnig gerne machen möchtest weil Dich das Thema wirklich interessiert, dann wirst Du auch den Rest problemlos überstehen und es wird sich für Dich auszahlen. Lassen Dich hingegen alle angebotenen SBWLs inhaltlich kalt, hat's eigentlich nicht wirklich viel Sinn, sich das ganze überhaupt anzutun, denn WU-Abgänger gibt's wie Sand am Meer und die meisten verdienen jahrelang nicht mal soviel wie ein durchschnittlicher Handwerker. Gut wird man nur bei Sachen, die einen wirklich interessieren, und wirklich gut bezahlt wird man i.d.R. auch nur, wenn man wirklich überdurchschnittlich ist. Außer natürlich, man kann inoffizielle karrieretechnische Abkürzungen nutzen, aber dann kommt's auf den Abschluß meist ohnehin auch nicht an.

    Mach also einfach, was Dich wirklich interessiert, das ist sicher die beste (und meist auch längerfristig finanziell profitablere, jedenfalls aber befriedigendere) Entscheidung, die aber kannst nur Du selbst treffen.

  5. #5

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    ok, im moment würde mehr dagegen sprechen, wenn ich es so betrachte! weil das geld welches ich als nicht student verdienen werde, muß ja danach erst mal wieder reinverdient werden. und anscheinen hat man als wuler auch nicht vieeeel bessere karten, da es so viele gibt. habe ich was übersehen?

  6. #6

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    Zitat Zitat von gillipollas Beitrag anzeigen
    ... und anscheinen hat man als wuler auch nicht vieeeel bessere karten, da es so viele gibt. habe ich was übersehen?
    Wenn man sich eigentlich sowieso nicht für die Materie interessiert, man für sich im Studium nichts wirklich interessantes findet und eigentlich nur den akademischen Grad haben möchte, kann man sich die Mühe m.E. getrost sparen. Leute, die einfach nur BW studiert haben, weil sie eigentlich nicht wußten, was sie überhaupt wollen, gibt's zuhauf - die werden nur in seltenen Ausnahmen finanziell vom Studium profitieren.

    Also überleg einfach, was Du selbst wirklich möchtest und entscheide dann selbst. Für jeden frei zugängliche Infos zu Studienplänen, Spezialisierungen und Inhalten gibt's an der WU ja genug (Vorlesungsverzeichnis, hier im Forum, auf den Institutsseiten etc.), sollte also kein Problem sein. Ist außerdem keine Entscheidung, die unumkehrbar ist, man kann ja jederzeit wieder aufhören, wenn man merkt, daß es doch etwas anders ist als erwartet und genausogut kann man auch erst irgendwann in den 30ern an der WU anfangen, wenn vielleicht erst dann Lust und Interesse aufkommen. Bloß nichts tun, was man eigentlich gar nicht möchte - langfristig ruiniert man sich mit solchen Entscheidungen nur das Leben...
    Geändert von Geoff (13.10.2010 um 15:16 Uhr)

  7. #7
    Avatar von wire
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    Zitat Zitat von Geoff Beitrag anzeigen
    Wenn man sich eigentlich sowieso nicht für die Materie interessiert, man für sich im Studium nichts wirklich interessantes findet und eigentlich nur den akademischen Grad haben möchte, kann man sich die Mühe m.E. getrost sparen. Leute, die einfach nur BW studiert haben, weil sie eigentlich nicht wußten, was sie überhaupt wollen, gibt's zuhauf - die werden nur in seltenen Ausnahmen finanziell vom Studium profitieren.

    Also überleg einfach, was Du selbst wirklich möchtest und entscheide dann selbst. Für jeden frei zugängliche Infos zu Studienplänen, Spezialisierungen und Inhalten gibt's an der WU ja genug (Vorlesungsverzeichnis, hier im Forum, auf den Institutsseiten etc.), sollte also kein Problem sein. Ist außerdem keine Entscheidung, die unumkehrbar ist, man kann ja jederzeit wieder aufhören, wenn man merkt, daß es doch etwas anders ist als erwartet und genausogut kann man auch erst irgendwann in den 30ern an der WU anfangen, wenn vielleicht erst dann Lust und Interesse aufkommen. Bloß nichts tun, was man eigentlich gar nicht möchte - langfristig ruiniert man sich mit solchen Entscheidungen nur das Leben...
    Das soll jetzt wirklich nicht gehässig klingen: aber das klingt fast so als sprichst du aus persönlicher Lebenserfahrung?



    Ich kann mich Geoff in einigen Punkten anschließen aber bin doch anderer Meinung.Es stimmt sicher dass der Uni-Absolvent von heute keine Garantie mehr für höhere Gehälter hat, allerdings werden anders wie damals immer höhere Ausbildungsgrade für kleinere Positionen vorausgesetzt. Will heißen dass viele Tätigkeiten wofür damals eine berufsbildende höhere Schule gereicht hat nun auch Akademiker (etwa Bachelor) mitkonkurrieren. Also das Dach an Möglichkeiten ist ohne Studienabschluss schnell erreicht - Erfolgsgeschichten wie Geoff sie aufführt sind meines Erachtens heute eher die Ausnahme.

    Natürlich solltest du nicht gegen deine Interessensgebiete irgendwo hineinstudieren - Hauptsache Abschluss. Also interessen erforschen und danach gehen. Restunsicherheit bleibt, da man ja gemeinerweise erst viel von einem Bereich wissen muss bevor man wirklich eine Ahnung hat was denn nun eigentlich die tatsächliche Materie beeinhaltet. Wenn du nachträglich dahinterkommst dass du doch lieber nicht studieren willst, wird ein versuchtes Studium im Lebenslauf imho nicht negativ gewertet werden. Besser als umgekehrt denn es ist schon anzumerken, dass ein späterer Studieneinstieg UNGLEICH schwieriger ist. Meistens hat man dann einen deutlich höhren Lebensstil (bessere Wohnung, u.u. Familie, etc..) und dementsprechend gewachsene Kosten die sich nicht ohneweiteres über die Länge eines Studiums wegkürzen lassen. Ganz abgesehen von der nicht beneidenswerten Situation mit 30 dann neben 18 -20 Jährigen die Schulbank zu drücken - das schreckt auch viele davon ab. Neben dem Job zu studieren ist nicht unmöglich, aber (und hier spreche ich aus Erfahrung) der schwerste aller erdenklichen Wege.

    Wenn die Bachelor-Master-Studienordnung ihr Gutes hat, dann darin dass man relativ kompakt und rasch zu einem Abschluss kommt. Also was hast du zu verlieren?


    Nachtrag: Überhaupt fällt mir auf dass du ohnehin bereits eine kaufmännsiche Ausbildung bzw. Beruf hast - daher ist die Interessensfrage eh schon gegessen.
    Geändert von wire (13.10.2010 um 19:10 Uhr)

  8. #8

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    Zitat Zitat von wire Beitrag anzeigen
    Das soll jetzt wirklich nicht gehässig klingen: aber das klingt fast so als sprichst du aus persönlicher Lebenserfahrung?
    Tut's auch nicht, und ich spreche tatsächlich aus Lebenserfahrung, hinsichtlich des hervorgehobenen Texts allerdings glücklicherweise nicht aus eigener. Ich gehöre zu jenen, die zuvor schon was anderes studiert und gemacht haben und nicht gleich nach der Matura an die WU gegangen sind. Irgendwann hat sich bei mir das Interesse am ursprünglichen Tätigkeitsgebiet einfach verzogen, weil die Phase der großen und spannenden Entwicklungen irgendwann vorbei war und dann Routine eingekehrt ist und alles eigentlich nur noch eine Sache des Marketings geworden ist. Da hab ich mich neu ausgerichtet, mit was ganz anderem begonnen was mich auch interessiert hat und irgendwann gemerkt, daß ich mir vieles, was ich mir an Wissen interessenhalber schon selbst angeeignet hab, eigentlich wesentlich effizienter durch ein Wirtschaftsstudium erarbeiten hätte können. Und so hab ich das dann auch gemacht und mich im Studium dann auch v.a. mit jenen Themen beschäftigt, die mich wirklich inhaltlich interessieren. War eine Entscheidung von fünf Minuten, ich hab's nie bereut und für mich ganz persönlich aus der WU mehr rausgeholt, als die meisten überhaupt für möglich halten. Ich kenne hingegen viele, die Veränderungen einfach generell scheuen und deshalb jahre- oder gar jehrzehntelang irgendwas machen, was sie schon lange nicht mehr wollen oder eigentlich gar nie wollten, es aber doch gemacht haben, weil sie nur den vermeintlichen Einkommens- oder Prestigeaspekt gesehen haben oder einfach nur in eine bestimmte Schablone passen wollten, die halt nicht ihre eigene ist. Leben hat man nur eins, Berufe und Karrieren hingegen kann man durchaus mehrere haben und es ist sogar möglich, daß man mehrere komplett unterschiedliche hat, die einem jeweils großen Spaß machen. Ich fänd's daher unglaublich traurig, das Leben mit etwas zu verschwenden, was einen eigentlich gar nicht interessiert.

    Also das Dach an Möglichkeiten ist ohne Studienabschluss schnell erreicht - Erfolgsgeschichten wie Geoff sie aufführt sind meines Erachtens heute eher die Ausnahme.
    Generell hast Du da durchaus recht, im konkreten Fall hat er aber schon im ersten Post geschrieben, daß er schon eine fertige Handelsausbildung hat, anscheinend die Möglichkeit zum Mangementaufstieg und auch die Möglichkeit zu selbständiger Tätigkeit. Ob da ein WU-Abschluß wirklich was bringt, wenn er in diesem Bereich bleiben möchte, sich sonst aber nicht für Wirtschaft interessiert, ist also sicher eine zulässige Frage (die aber nur er selbst beantworten kann). Im Handel gibt's viele, die zwar keine Akademiker sind, es aber trotzdem weit bringen, weil sie halt einfach gute Händler oder Verkäufer sind. Da zählt die Persönlichkeit meist viel mehr als die Ausbildung. So kompliziert ist die Sache ja schließlich auch wieder nicht, daß man dafür gleich ein Doktorat braucht. Da ist höhere Bildung nicht immer nötig und mitunter vielleicht sogar hinderlich, wenn einer eine echte Verkäuferpersönlichkeit ist. Es gibt unzählige Händler, die grad mal mit Müh und Not einen Pflichtschulabschluß geschafft haben aber trotzdem in wenigen Jahren ein Vermögen anhäufen konnten, weil ihnen der Handel einfach liegt und sie hartnäckig sind. - Es heißt ja nicht zu unrecht "Und ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein".

    Ich hab grad vor ein paar Tagen wieder von einer ehemaligen Kollegin gehört, die auch gedacht hat, ein Studium sei halt pro forma nötig. Hat sich irgendwie duchgequält, den Abschluß in Mindestzeit geschafft (sogar mit ziemlich guten Noten) und jetzt steckt sie schon seit etlichen Jahren in einem Routine-Bürojob fest und wird karrieremäßig alle paar Monate von irgendwelchen jungen Quereinsteigern ohne erkennbare Bildung, dafür aber großem Tatendrang überholt. Die wollte eigentlich immer was ganz anderes machen, hat sich aber einfach der Wunschvorstellung der Eltern gefügt, daß die Tochter mal "was besseres" werden und sich die Hände nicht schmutzig machen soll. Das Einkommen reicht grad so, Begeisterung Null, Karriereaussichten ebenso, aber trotzdem traut sie sich einfach nicht, was neues anzufangen, und das obwohl der Frust mittlerweile schon riesig ist. Sowas wünsch ich niemandem.

  9. #9
    Avatar von wire
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    Zitat Zitat von Geoff Beitrag anzeigen
    Tut's auch nicht, und ich spreche tatsächlich aus Lebenserfahrung, hinsichtlich des hervorgehobenen Texts allerdings glücklicherweise nicht aus eigener. Ich gehöre zu jenen, die zuvor schon was anderes studiert und gemacht haben und nicht gleich nach der Matura an die WU gegangen sind. Irgendwann hat sich bei mir das Interesse am ursprünglichen Tätigkeitsgebiet einfach verzogen, weil die Phase der großen und spannenden Entwicklungen irgendwann vorbei war und dann Routine eingekehrt ist und alles eigentlich nur noch eine Sache des Marketings geworden ist. Da hab ich mich neu ausgerichtet, mit was ganz anderem begonnen was mich auch interessiert hat und irgendwann gemerkt, daß ich mir vieles, was ich mir an Wissen interessenhalber schon selbst angeeignet hab, eigentlich wesentlich effizienter durch ein Wirtschaftsstudium erarbeiten hätte können. Und so hab ich das dann auch gemacht und mich im Studium dann auch v.a. mit jenen Themen beschäftigt, die mich wirklich inhaltlich interessieren. War eine Entscheidung von fünf Minuten, ich hab's nie bereut und für mich ganz persönlich aus der WU mehr rausgeholt, als die meisten überhaupt für möglich halten. Ich kenne hingegen viele, die Veränderungen einfach generell scheuen und deshalb jahre- oder gar jehrzehntelang irgendwas machen, was sie schon lange nicht mehr wollen oder eigentlich gar nie wollten, es aber doch gemacht haben, weil sie nur den vermeintlichen Einkommens- oder Prestigeaspekt gesehen haben oder einfach nur in eine bestimmte Schablone passen wollten, die halt nicht ihre eigene ist. Leben hat man nur eins, Berufe und Karrieren hingegen kann man durchaus mehrere haben und es ist sogar möglich, daß man mehrere komplett unterschiedliche hat, die einem jeweils großen Spaß machen. Ich fänd's daher unglaublich traurig, das Leben mit etwas zu verschwenden, was einen eigentlich gar nicht interessiert.



    Generell hast Du da durchaus recht, im konkreten Fall hat er aber schon im ersten Post geschrieben, daß er schon eine fertige Handelsausbildung hat, anscheinend die Möglichkeit zum Mangementaufstieg und auch die Möglichkeit zu selbständiger Tätigkeit. Ob da ein WU-Abschluß wirklich was bringt, wenn er in diesem Bereich bleiben möchte, sich sonst aber nicht für Wirtschaft interessiert, ist also sicher eine zulässige Frage (die aber nur er selbst beantworten kann). Im Handel gibt's viele, die zwar keine Akademiker sind, es aber trotzdem weit bringen, weil sie halt einfach gute Händler oder Verkäufer sind. Da zählt die Persönlichkeit meist viel mehr als die Ausbildung. So kompliziert ist die Sache ja schließlich auch wieder nicht, daß man dafür gleich ein Doktorat braucht. Da ist höhere Bildung nicht immer nötig und mitunter vielleicht sogar hinderlich, wenn einer eine echte Verkäuferpersönlichkeit ist. Es gibt unzählige Händler, die grad mal mit Müh und Not einen Pflichtschulabschluß geschafft haben aber trotzdem in wenigen Jahren ein Vermögen anhäufen konnten, weil ihnen der Handel einfach liegt und sie hartnäckig sind. - Es heißt ja nicht zu unrecht "Und ist der Handel noch so klein, bringt er mehr als Arbeit ein".

    Ich hab grad vor ein paar Tagen wieder von einer ehemaligen Kollegin gehört, die auch gedacht hat, ein Studium sei halt pro forma nötig. Hat sich irgendwie duchgequält, den Abschluß in Mindestzeit geschafft (sogar mit ziemlich guten Noten) und jetzt steckt sie schon seit etlichen Jahren in einem Routine-Bürojob fest und wird karrieremäßig alle paar Monate von irgendwelchen jungen Quereinsteigern ohne erkennbare Bildung, dafür aber großem Tatendrang überholt. Die wollte eigentlich immer was ganz anderes machen, hat sich aber einfach der Wunschvorstellung der Eltern gefügt, daß die Tochter mal "was besseres" werden und sich die Hände nicht schmutzig machen soll. Das Einkommen reicht grad so, Begeisterung Null, Karriereaussichten ebenso, aber trotzdem traut sie sich einfach nicht, was neues anzufangen, und das obwohl der Frust mittlerweile schon riesig ist. Sowas wünsch ich niemandem.
    Ich geb dir auch hier wieder voll recht was die Ausrichtung der Berufs- bzw. Studienwahl auf die eigenen Interessen angeht.

    Es ist auch sehr Branchenabhängig. Nur weil er gelernter Einzelhandelskaufmann ist - muss er nicht gleich "Verkäufer" sein. Aus dem bisherigen habe ich eigentlich geschlossen dass er eher sowas wie Sachbearbeiter in Einkauf, Buchhaltung oder Logistik ist. Ich kann auch mit "mittleres Management" jetzt nicht groß was anfangen. Möglicherweise eine Abteilungsleiterposition in den genannten Bereichen in einer kleineren bis mittelständigen Bude.

    Also gillipollas, was arbeitest du eigentlich tatsächlich?

    Klar, wenn er jetzt beispielsweise BMWs vertickt, wird ihm ein Studium auch nicht höhere Verkaufszahlen bescheren. Die verdienen wenn sie gut sind auch so schnell ziemlich gut.

    Bei allem was aber nicht stark provisionslastig und im Kernbereich mit Verkauf bzw. Vermittlung zu tun hat, würde ihm ein Studium meiner Ansicht nach in 3 Jahren langfristig mehr bringen als die Ausführung der jeweiligen Tätigkeit.

    Denn ansonsten wird er früher oder später einen Vorgesetzten haben der mehr oder weniger frisch von der Uni kommt und halb so alt ist wie er selbst - das ist kein Schauermärchen sondern vielerorts schlicht die Realität. Hierzu kann ich abendfüllend Geschichten von Betroffenen vortragen.

  10. #10

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    Zitat Zitat von wire Beitrag anzeigen
    Also gillipollas, was arbeitest du eigentlich tatsächlich?
    Yep, hast recht - ohne Kenntnis der genauen Situation kann man eigentlich wirklich nicht viel sagen.
    Die Angaben kann man tatsächlich unterschiedlich interpretieren und dann zu verschiedenen Schlüssen kommen.

  11. #11

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    ja, mit sachbearbeiter lagt ihr gut!

    werde aber so ab neujahr auf ml umsatteln.
    habe aber auch schon x andere jobs gehabt...............


    naja, würde gerne meinen "traumjob" finden, und die wu ist ein guter erster baustein auf den weg dorthin.........

  12. #12
    Avatar von wire
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    Zitat Zitat von gillipollas Beitrag anzeigen
    ja, mit sachbearbeiter lagt ihr gut!

    werde aber so ab neujahr auf ml umsatteln.
    habe aber auch schon x andere jobs gehabt...............


    naja, würde gerne meinen "traumjob" finden, und die wu ist ein guter erster baustein auf den weg dorthin.........

    Na dann viel Glück dabei.

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