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Thema: Kapitel 6 Fall 1 - KG

  1. #1

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    Kapitel 6 Fall 1 - KG

    Könnte mir hier jemand die Lösung für den Fall geben, ich bin mir nämlich überhaupt nicht sicher, ob und wann er haftet.
    Also meines Erachtens haftet er als Kommandatist nur mittelbar, da er ja die volle Hafteinlage zum Zeitpunkt der Entstehung der Schuld geleistet hatte. Damit würde ich sagen, dass sich die Maschinenbau-GmbH nur an die Komplementäre wenden kann. Er würde hier nur haften, wenn er die Einlage nicht zur Gänze geleistet hätte, und dann auch nur bis zur Höhe der Haftsumme. Was mich bei der Ganzen Sache ein bißchen zögern lässt, ist, dass im Skriptum auf S. 152 oben steht, dass die Haftung wieder auflebt, wenn er seine Einlage zurück bekommt. Allerdings steht davon ja im urpsrünglichen Fall nichts, sondern nur in der Variante. Und selbst wenn, ist ja klar, dass er sie zurück bekommt, wenn er aus der Firma austritt. Also würde ich das nicht anrechen?! Er haftet hier außerdem nur für die vor dem Ausscheiden begründeten Rechtsverhältnisse. Das trifft ja hier zu.
    Wozu ist aber im Text diese ganze Story mit der Abfindung drinnen?
    Bei der Variante würde ich sagen, dass er gar nicht haftet, da er als stiller Beteiligter überhaupt nicht für die Verbindlichkeiten des Inhabers des Unternehmens haftet.
    Wäre echt super, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte!

  2. #2

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    Der Kommanditist haftet beschränkt auf die Höhe seiner Hafteinlage (hier: 7500 Euro). Auch nach ausscheiden haftet ein Kommanditist beschränkt weiter, für verbindlichkeiten, die vor seinem ausscheiden entstanden sind (wenn diese innerhalb von drei jahren fällig werden). Durch Auszahlung der ersten Rate seiner Abfindung lebt die Haftung in der ausgezahlten Summe wieder auf (also: 2500). Die Maschinenbau GmbH kann also Peter in Anspruch nehmen, aber nur in der Höhe von EUR 2500.
    Variante: als stiller Gesellschafter würde er gar nicht für Verbindlichkeiten haften.

  3. #3

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    Zitat Zitat von hellohello Beitrag anzeigen
    Der Kommanditist haftet beschränkt auf die Höhe seiner Hafteinlage (hier: 7500 Euro). Auch nach ausscheiden haftet ein Kommanditist beschränkt weiter, für verbindlichkeiten, die vor seinem ausscheiden entstanden sind (wenn diese innerhalb von drei jahren fällig werden). Durch Auszahlung der ersten Rate seiner Abfindung lebt die Haftung in der ausgezahlten Summe wieder auf (also: 2500). Die Maschinenbau GmbH kann also Peter in Anspruch nehmen, aber nur in der Höhe von EUR 2500.
    Variante: als stiller Gesellschafter würde er gar nicht für Verbindlichkeiten haften.
    Danke für deine Antwort! Ich verstehe sie nur leider nicht ganz!? Wieso 7.500, laut Skriptum ist die Haftungssumme 7.000!? Und außerdem steht drinnen, dass er eine Ratenzahlung von je 25.000 bekommt, ich denke mal, dass das ein Rechtschreibfehler ist ... aber wieso kann die Maschinenbau GmbH Peter bis zu 2500 in Anspruch nehmen, was hat das denn mit der ursprünglichen Haftungssumme von 2.500 zu tun? Wäre er dann bis zu 10.000 am Ende haftbar?

  4. #4

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    Zitat Zitat von 2M0rph3u5 Beitrag anzeigen
    Danke für deine Antwort! Ich verstehe sie nur leider nicht ganz!? Wieso 7.500, laut Skriptum ist die Haftungssumme 7.000!? Und außerdem steht drinnen, dass er eine Ratenzahlung von je 25.000 bekommt, ich denke mal, dass das ein Rechtschreibfehler ist ... aber wieso kann die Maschinenbau GmbH Peter bis zu 2500 in Anspruch nehmen, was hat das denn mit der ursprünglichen Haftungssumme von 2.500 zu tun? Wäre er dann bis zu 10.000 am Ende haftbar?
    Sorry, mit den 7.500 hatte ich mich vertippt. Die Haftsumme von Peter sind EUR 7.000, wenn er (ich gehe bei der ersten Rate im skriptum von einem Tippfehler aus, weil die abfindung 10.000 sind, dann wird die erste rate 2.500 sein und nicht 25.000). Wenn er also 2.500 EURO von der KG zurückbekommt, dann lebt seine Haftung in dieser Höhe wieder auf - es ist, als hätte er von seiner Haftsumme (7.000), nur 4.500 geleistet - und diese summe kann die baumaschinen gmbh von ihm direkt einfordern.
    Ich hoffe, das war jetzt verständlich??

  5. #5

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    Zitat Zitat von hellohello Beitrag anzeigen
    Sorry, mit den 7.500 hatte ich mich vertippt. Die Haftsumme von Peter sind EUR 7.000, wenn er (ich gehe bei der ersten Rate im skriptum von einem Tippfehler aus, weil die abfindung 10.000 sind, dann wird die erste rate 2.500 sein und nicht 25.000). Wenn er also 2.500 EURO von der KG zurückbekommt, dann lebt seine Haftung in dieser Höhe wieder auf - es ist, als hätte er von seiner Haftsumme (7.000), nur 4.500 geleistet - und diese summe kann die baumaschinen gmbh von ihm direkt einfordern.
    Ich hoffe, das war jetzt verständlich??
    Danke, auf jeden Fall! Nur dachte ich, dass die Einlagensumme unabhängig von der Hatsumme ist und ein Kommandistist immer bis zur vollen Haftsumme haftet?

  6. #6

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    ja, also um das kurz zusammenzufassen, er haftet sozusagen mit der hafteinlage, und wenn er einen teil davon zurückbekommt, dann haftet er eben mit diesem teil wieder, da ihm ja eine nachhaftungspflicht trifft, selbst wenn er, wie im konkreten beispiel, schon aus der KG ausgetreten ist.

    maximal haftet er jedoch für die vertraglich ausgemachten 7000,-. sollte er also zB schon die ganzen 10000,- zurückbekommen haben, so haftet er trotzdem nur für die 7000,-

    lg

  7. #7

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    Zitat Zitat von 0450445 Beitrag anzeigen
    ja, also um das kurz zusammenzufassen, er haftet sozusagen mit der hafteinlage, und wenn er einen teil davon zurückbekommt, dann haftet er eben mit diesem teil wieder, da ihm ja eine nachhaftungspflicht trifft, selbst wenn er, wie im konkreten beispiel, schon aus der KG ausgetreten ist.

    maximal haftet er jedoch für die vertraglich ausgemachten 7000,-. sollte er also zB schon die ganzen 10000,- zurückbekommen haben, so haftet er trotzdem nur für die 7000,-

    lg
    Danke für die Antwort!

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