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Thema: verstopfter Abfluss - (Ver)Mieter zahlt?

  1. #1
    Avatar von anusmundi
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    verstopfter Abfluss - (Ver)Mieter zahlt?

    Servus,

    bei mir ist der Küchenabfluss irgendwo in der Wand (habe den Siphon schon demontiert) verstopft, und ich bekomme ihn nicht frei (Pümpel, Chemie, Feder - alles erfolglos).
    Ich werde mir wohl einen Fachmann kommen lassen müssen, allerdings würde ich gerne wissen, wer in diesem Fall die Kosten trägt - ich oder der Vermieter/die Hausverwaltung (bzw. deren Versicherer)? Ich habe eine Kat. A Altbauwohnung in der ich seit 8 Jahren wohne, der Mietvertrag enthält u.a. folgende Bestimmung:
    "Der Mieter hat den Mietgegenstand und die für den Mietgegenstand bestimmten Einrichtungen und Geräte wie im besonderen die Elektroleitungs-, Gasleitungs-, Wasserleitungs-, Beheizungs- und sanitären Anlagen sowie Gas- und Elektrogeräte und Öfen zu Warten sowie insoweit instandzuhalten und zu erneuern (insbesondere auch die Erneuerung von Warmwasser-/Heizgeräten udgl.), als es sich nicht um ernste Schäden des Hauses handelt. Wird die Behebung von ernsten Schäden des Hauses nötig, so ist der Mieter bei sonstigem Schadenersatz verpflichtet, dem Vermieter ohne Verzug Anzeige zu machen."

    Wie sieht die Lage aus?

  2. #2

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    Wenn ich mich Recht erinnere muss der Vermieter alles was intern im Haus ist warten..
    Hast du es mit diesem Mittel versucht das man in den Abfluss gibt?
    Ich denke das wird dich höchstens 60-80 euro Kosten wenn da jemand kommt....

  3. #3
    Avatar von wire
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    Zitat Zitat von anusmundi Beitrag anzeigen
    Servus,

    bei mir ist der Küchenabfluss irgendwo in der Wand (habe den Siphon schon demontiert) verstopft, und ich bekomme ihn nicht frei (Pümpel, Chemie, Feder - alles erfolglos).
    Ich werde mir wohl einen Fachmann kommen lassen müssen, allerdings würde ich gerne wissen, wer in diesem Fall die Kosten trägt - ich oder der Vermieter/die Hausverwaltung (bzw. deren Versicherer)? Ich habe eine Kat. A Altbauwohnung in der ich seit 8 Jahren wohne, der Mietvertrag enthält u.a. folgende Bestimmung:
    "Der Mieter hat den Mietgegenstand und die für den Mietgegenstand bestimmten Einrichtungen und Geräte wie im besonderen die Elektroleitungs-, Gasleitungs-, Wasserleitungs-, Beheizungs- und sanitären Anlagen sowie Gas- und Elektrogeräte und Öfen zu Warten sowie insoweit instandzuhalten und zu erneuern (insbesondere auch die Erneuerung von Warmwasser-/Heizgeräten udgl.), als es sich nicht um ernste Schäden des Hauses handelt. Wird die Behebung von ernsten Schäden des Hauses nötig, so ist der Mieter bei sonstigem Schadenersatz verpflichtet, dem Vermieter ohne Verzug Anzeige zu machen."

    Wie sieht die Lage aus?
    Wenn du nachweislich du der Verursacher der Verstopfung bist, wirst du den Schaden ersetzen müssen. Nachdem es aber nur extrem unwahrscheinlich nachgewiesen werden kann dass du als einelner Mieter an einer konkreten Verstopfung schuld bist, arbeiten die meisten Hausverwaltungen mit der Faustregel, dass alles was in der Wand ist zu deren Kosten (bzw. der Eigentümer) übernommen wird - und alle Schäden ausserhalb dem Mieter angelastet wird (bzw. sie versuchen es). Wartungsverpflichtungen sind in Mietverträgen üblich (wenn auch umstritten). Hat aber mit der Versopfung mE auch überhaupt nichts zu tun.

    Ich würde an deiner Stelle die HV informieren, anstatt selbstständig einen Installateur zu beauftragen, weil HVs üblicherweise spezielle Verträge mit deren Professionisten haben. Außerdem ist Geld rückfordern immer schwieriger und u.U. langwierig.

  4. #4

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    Ich seh das anders.. Die Verstopfung liegt vielleicht 2-3 meter im abfluss und wurde direkt von seinen Spaghettis verursacht ) Ich seh da nicht ein warum der Vermieter das bezahlen muss..

  5. #5
    Avatar von anusmundi
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    Zitat Zitat von Saimen Beitrag anzeigen
    Ich seh das anders.. Die Verstopfung liegt vielleicht 2-3 meter im abfluss und wurde direkt von seinen Spaghettis verursacht ) Ich seh da nicht ein warum der Vermieter das bezahlen muss..
    Mit einer drei Meter langen Feder habe ich jedenfalls nix ausrichten können...

  6. #6
    Avatar von wire
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    Zitat Zitat von Saimen Beitrag anzeigen
    Ich seh das anders.. Die Verstopfung liegt vielleicht 2-3 meter im abfluss und wurde direkt von seinen Spaghettis verursacht ) Ich seh da nicht ein warum der Vermieter das bezahlen muss..
    Gefragt ist auch nicht deine Einsicht sondern das was du beweisen kannst bzw. was die Judikatur annimmt bzw. was sich für die HV aus einer Kosten-Nutzenüberlegung ergibt. Verstopfungen gehören bei der Liegenschaftsbetreuung absolut zur Tagesordnung. Da rentiert es sich nicht jedesmal CSI-Aktionen durchzuführen um die Verursacherfrage zu klären. Da kommt der Vertrags-Installateur kippt etwas extrem Ätzendes hinein und verrechnet 50 Euro - Sache erledigt. Daily-shit wenn es um Zinshäuser geht. Für diese Beträge lohnt sich nichtmal der Aufwand es gerichtlich oder außergerichtlich einzufordern.
    Geändert von wire (05.02.2011 um 11:45 Uhr)

  7. #7

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    Zitat Zitat von wire Beitrag anzeigen
    Für diese Beträge lohnt sich nichtmal der Aufwand es gerichtlich oder außergerichtlich einzufordern.
    Eben. Und bevor jetzt jemand mit "aber ich hab' eine Rechtsschutzversicherung" kommt: Die scheißt bei solchen Summen auch auf eine Klage und überweist 50 Euro nach dem Motto "tausend Rosen".

  8. #8

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    kommt drauf an wo die Verstopfung ist

    also ich hab bei mir in küche und bad schon öfters verstopfte abflusse gehabt und machte folgende erfahrung:

    die chemiekeule half dabei wenig und ich hab mir sagen lassen die aggressiven stoffe rauhen die innenwand der rohre nur nochmehr auf wobei dann wieder leichter dreck hängen bleibt.

    die hausverwaltung versucht von vornherein immer alles auf den mieter abzuschieben.
    wenn ihr sie dazu bringt beim installateur anzurufen habt ihr meist schon gewonnen, dann geht nämlich auch die rechnung an sie.

    einmal hab ich mir eine 5m lange feder ausgeborgt, konnte die blockade zwar nicht lösen, hab sie aber anscheinend so weit hineingestopft dass die danach kamenden installateure meinten, die blockade liegt in der hauptleitung, dafür müsse die hv aufkommen, haben ihren job gemacht und die rechnung and die hv geschickt. DANKESCHÖN!

    beim zweiten mal war ich davor nicht so schlau und hab gleich den installateur angerufen. die blockade war nur wenige meter in der wand, war nach 10 min beseitigt und ich musste es bezahlen.
    200 EUR (Anfahrt, 2 Mann + E-Feder, Steuer)
    Hab mich dann noch so darüber aufgeregt und bei der Installateurinnung angerufen, die meinten der Preis sei angemessen.

    Beim nächsten mal bin ich wieder so schlau und stopfe die Verstopfung ins Hauptrohr. ;-)

    Dabei aber aufpassen dass die rohre in der wand (speziell bei rigips wänden) nicht beschädigt werden!

  9. #9
    Avatar von brainstorom
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    Ich wüsste echt gerne wer es dann am Ende auch zahlen musste
    Bei mir ist so etwas noch nicht vorgekommen ,aber mann weis ja nie,beser ist es diese Info zu wissen ...
    Somit kann mann dann immer vorbereitet sein !

    Was ich aber noch für ne gute Lösung empfinde ist es ,sich eine Rohrkamera zuzulegen!
    Dann kann mann dieses Problem schnellstens beseitigen und muss sich nicht mit dem Vermieter oder den Fachleuten rumschlagen.
    Spart ne Menge Nerven und ist eine gute Investition...
    Habe mir neulich auch ne gekauft und zwar eine von G.Drexl.Diese sind,meiner Meinung die besten Rohrkameras...
    Hier auf dieser URL kann mann sich ein Bild von machen.
    Ich hoffe ,ich konnte hiermit den ein oder anderen auf ne gute Idee bringen

    LG

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